Erkältung und Schnupfen durch Klimaanlagen

Kalte Raumluft schadet Atemwegen und Schleimhäuten

Auch im Sommer sind Erkältungen möglich

Zwar treten Erkältungen und Schnupfen im Winter vermehrt auf, dennoch kann man sich auch im Sommer und bei Hitze erkälten. Unabhängig von den herrschenden Temperaturen fühlen sich Viren überall dort wohl, wo viele Menschen aufeinander treffen. Aufgrund räumlicher Nähe, wie z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, verbreiten sich Viruserkrankungen besonders leicht. Dass etwa jede fünfte Erkältung in der warmen Jahreszeit auftritt, liegt daran, dass im Sommer das Immunsystem eines Menschen weniger angegriffen ist als im Winter und dadurch Erkältungen besser abwehren kann. Dennoch ist eine Erkältung im Sommer, landläufig auch Sommergrippe genannt, möglich. Gefördert wird sie unter anderem durch Zugluft, zum Beispiel durch Klimaanlagen, die die Schleimhäute belastet und anfälliger werden lässt.

Zugluft und hohe Temperaturschwankungen belasten den Körper

Dem menschlichen Körper fällt es schwer, sich schnell an hohe und häufige Temperaturwechsel anzupassen. Herrschen vor der Tür beispielsweise Temperaturen von 28 Grad oder mehr und Innenräume werden mit einer Klimaanlage auf 20 Grad oder weniger runtergekühlt, werden das abrupte Temperaturgefälle und der häufige Raumwechsel eine Herausforderung für das Immunsystem. Bei einem geschwächten Immunsystem haben Viren leichtes Spiel.

Trockene Schleimhäute verlieren ihre Schutzfunktion

Trifft kalte Luft auf die Schleimhäute, zum Beispiel in stark klimatisierten Räumen, nimmt die Temperatur in den wichtigen Schleimhäuten im Atemtrakt ab, sie werden schlechter durchblutet und trocknen aus. Die Folge: Die Schleimhäute in Hals, Mund und Nase verlieren ihre Schutzwirkung und werden anfälliger für Viruserkrankungen. Vor allem in Mund und Rachen übernehmen die Schleimhäute allerdings eine wichtige Funktion im Kampf gegen Krankheitserreger. Viren gelingt es nun viel schneller, eine Erkältung auszulösen.

Trockene Luft durch Klimaanlagen

Nicht nur ein Luftzug, sondern auch eine trockene Raumluft, die durch eine Klimaanlage produziert wird, kann Immunsystem und Schleimhäute schwächen und dazu beitragen, dass ein grippaler Infekt ausbricht. Klimaanlagen entziehen der Luft Feuchtigkeit. Die Luft, die von einer Klimaanlage abgegeben wird, ist also trockener als die, die zuvor angesogen worden ist. Auch diese trockene Luft führt dazu, dass die Schleimhäute austrocknen und anfälliger für Viren werden. Dasselbe Phänomen ist bei überheizten Büroräumen bekannt.

Sind Klimaanlagen Keimschleudern?

Klimaanlagen stehen in Verdacht, richtig fiese Virenschleudern zu sein. Aber stimmt das? Richtig ist, dass Klimaanlagen nur dann die Sommerhitze draußen halten, wenn die Fenster geschlossen bleiben. Und da kein Luftaustausch stattfindet, bleiben Erkältungsviren, Bakterien und Pilzsporen, die sich einmal im Raum befinden, auch drin und können sich durch den Luftstrom gut im Raum verbreiten. Darüber hinaus haben Studien ergeben, dass Klimaanlagen, die nur unzureichend gewartet werden und deshalb feuchte Stellen aufweisen, zu Brutstätten von Erregern, Keimen und Schimmel werden können. Unter Umständen können Klimaanlagen also dazu beitragen, dass Infektionen oder Allergien entstehen.

Wer ist besonders durch Zugluft von Klimaanlagen gefährdet?

Besonders gefährdet sind Menschen, die sich häufig und lange in klimatisierten Räumen oder Fahrzeugen aufhalten. Im Berufsleben können also beispielsweise Piloten, Stewardessen und Zugbegleiter, aber auch viele Büroangestellten oder Angestellte im Lebensmitteleinzelhandel betroffen sein. Auch Arbeitnehmer, die mehrmals am Tag zwischen warmen und klimatisierten Räumen wechseln, setzen ihren Körper damit starkem Stress aus.

Auch Kinder, ältere Menschen oder Menschen, die gesundheitlich bedingt oder durch ihre Lebensweise ein schwaches Immunsystem haben, sind besonders gefährdet, sich durch die Klimaanlage eine Erkältung einzufangen.

Was kann ich zur Vorbeugung tun?

Wer einige Tipps beachtet, kommt gesund durch die Sommertage, an denen die Klimaanlage auf Hochtouren läuft.

Auch wenn sich die kühle Luft an einem heißen Tag angenehm anfühlen mag, sollte die Klimaanlage nicht zu kalt eingestellt und nur bei geringer Ventilation betrieben werden. Unter 20 Grad sollte die Raumtemperatur möglichst nicht fallen, 21 bis 22 Grad sind besser. Als Faustregel gilt: Der Unterschied zwischen Innentemperatur und Außentemperatur sollte maximal 6 °C betragen. Grundsätzlich geht von modernen Geräte, die keinen großen Luftzug produzieren, eine deutlich geringere Gefahr aus als von älteren.

Der Luftzug von Klimaanlagen, sowohl in Büros als auch in Autos, sollte nicht direkt auf den Körper gerichtet werden, damit dieser nicht auskühlt. Im Büro sollte man sich daher auch nicht direkt unter die Klimaanlage setzen.

Wenn der kalte Luftstrom der Klimaanlage auf den Körper trifft, können sich zum einen die Muskeln an dieser Stelle verhärten, zum anderen kühlt der Körper schneller aus. Um den empfindlichen Hals und die Schleimhäute zu schützen, sollten auch im Sommer leichte Schals oder Tücher oder hochgeschlossene Kleidung getragen werden – zumindest dann wenn die Klimaanlage läuft. Auch leichte Pullis oder Jacken können den kalten Luftstrom abwehren.

Um die trockenen Schleimhäute zu entlasten, ist Trinken das Mittel der Wahl. An heißen Tagen werden zwei bis drei Liter Wasser und ungesüßte Tees empfohlen. Die Getränke sollten aber nicht zu kalt sein, um die Mundschleimhaut nicht zusätzlich abzukühlen und so ihrer Schutzfunktion zu berauben.

Gute Abwehrkräfte und ein starkes Immunsystem schützen davor, den Erkältungsviren allzu schnell zu erliegen. Steigern lassen die Abwehrkräfte sich durch eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, Spaziergänge an der frischen Luft und Kneipp’sche Güsse oder Wechselduschen.

Um sich vor einer Erkältung nach einem Flug zu schützen, können Vielflieger ein paar Tipps beachten. Kleidungsstücke sollten in Schichten getragen werden, da diese nach Bedarf an- oder abgelegt werden können. Außerdem unbedingt einen Schal oder ein Tuch einpacken, um den Hals vor Zugluft zu schützen. Wer während des Flugs ausreichend trinkt, hält so zudem die Schleimhäute feucht.

Nasenspülungen, etwa mit der Emsan® Nasendusche und dem Emsan® Nasenspülsalz multimineral, reinigen die Nase sanft und gründlich und helfen dabei, die Schleimhäute der Nase feucht zu halten. Sie können im Sommer vorbeugend eingesetzt werden, zum Beispiel, wenn man sich jeden Tag oder regelmäßig in klimatisierten Räumen aufhält.

Wie kann man die akuten Erkältungsbeschwerden lindern?

Wer sich trotz aller Vorsorge unterkühlt und sich eine Erkältung eingefangen hat, sollte die akuten Beschwerden und Symptome lindern. Ein paar Tipps:

Rausgehen an die frische Luft

Spaziergänge an der frischen Luft unterstützen die Schleimhäute und können zur Befeuchtung und Durchblutung betragen. Im Hochsommer wird die Luft tagsüber aber oftmals sehr warm und trocken. Deshalb ist es besser, sich am frühen Morgen und späten Abend an der frischen Luft zu bewegen. Besonders gut für die Schleimhäute ist ein Spaziergang bei Nieselregen oder nach einem Gewitter. Denn dann ist die Luft besonders feucht.

Medizinprodukte gegen die Erkältungssymptome

Gegen die unangenehmen Symptome eines grippalen Infekts gibt es hilfreiche Medizinprodukte in Drogeriemärkten und Apotheken. Dabei ist von Kombinationspräparaten, die Krankheitssymptome nach dem Gießkannen-Prinzip lindern sollen, abzusehen. Besser ist es, die belastenden Beschwerden einzeln anzugehen. Halstabletten wie die Emsan® Bad Emser Pastillen® helfen bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Hustenreiz. Nasenspülungen mit dem Emsan® Nasenspülsalz und Nasensprays wie das Emsan® Nasenspray sorgen für eine intensive Befeuchtung der Nasenschleimhäute und befreien die Nase natürlich. Und Nasencremes wie der Emsan® Nasenbalsam legen sich wie ein Schutzfilm auf die Schleimhaut, wirken befeuchtend und sorgen für Linderung bei trockener und gereizter Nase.

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