Zerrung – und jetzt?

Eine falsche Bewegung oder ein Umknicken und schon ist es passiert: Eine Zerrung, medizinisch Distension genannt, ist eine häufige Verletzung von Muskeln, Bändern (hier vor allem als Bänderdehnung) oder Sehnen. Sie betrifft also unseren Bewegungsapparat, der eine Verletzung aufgrund einer unnatürlichen Bewegung oder Dehnung, einer akuten Überlastung oder einer ruckartigen Bewegung erleidet. An dieser Stelle wollen wir Ihnen ein Überblick über Ursachen, Symptome, Behandlung und mehr geben.

Die Zerrung

Sie gehört zu den häufigsten Sportverletzungen und zwingt einen schnell zu einer unfreiwilligen Trainingspause: Die Zerrung, auch Distension genannt. Ursache für die Verletzung ist eine Überdehnung des Muskels beziehungsweise der Muskelfasern, der Sehnen oder Bänder. Die Distension tritt häufig bei abrupten und ruckartigen Bewegungen auf. Schnelle Sprints und Stopps beim Fußball, Badminton oder Tennis sind zum Beispiel eine häufige Ursache für Zerrungen. Die Folge: Verletzungen, die mit Schmerzen und eingeschränkter Bewegungsfähigkeit einhergehen.

Die Muskelzerrung

Wenn der Muskel unnatürlich überdehnt wird, zieht man sich schnell eine Muskelzerrung zu. Im Gegensatz zum Muskelfaserriss werden bei einer Zerrung aber keine Muskelfasern beschädigt, weshalb ein Bluterguss hier eher selten ist. Bei stärkeren Verletzungen und einer Schädigung der Muskelfasern kann es aber auch zu Hämatomen kommen. Eine Zerrung ist dabei immer schmerzhaft und zwingt zu einer Pause vom Sport beziehungsweise zur Schonung im Alltag.

Leistenzerrung

Im Oberschenkel befinden sich sechs Muskeln, die für das Heranziehen des Beines zur Körpermitte verantwortlich sind: die Adduktoren – zieht man sich hier eine Zerrung zu, spricht man auch von der Leistenzerrung. Sie gehört zu den klassischen Sportverletzungen im Fußball. Schnelle Täuschungsmanöver oder Grätschen zählen zu den häufigen Ursachen: Die Adduktoren können dabei überdehnt werden und es schmerzt in der Leiste oder der Innenseite des Oberschenkels. Durch permanente Überbelastung oder falsche Bewegungen kann sich eine Leistenzerrung aber auch schleichend entwickeln.

Oberschenkelzerrung

Die Muskulatur am Oberschenkel ist besonders häufig von einer Zerrung betroffen. Sowohl die hinteren als auch die vorderen Muskelgruppen können hier in Mitleidenschaft gezogen werden. Ursächlich sind auch hier unphysiologische Bewegungen, also schnelle und abrupte Richtungswechsel, beispielsweise beim Sport.

Wadenzerrung

Eine Wadenzerrung tritt häufig bei Sportarten auf, die sehr laufintensiv sind. Sie macht sich meist durch ein Ziehen an der hinteren Wade bemerkbar. Im Laufe der Zeit schmerzt die Wade dann aber immer mehr, sodass an eine volle Belastung nicht mehr zu denken ist. Typischerweise kommt es zu Muskelverletzungen der Wade, wenn eine plötzliche starke Belastung auf die Muskeln einwirkt. Daher wissen viele Tennisspieler, Fußballer oder Badmintonspieler, wie sich eine Wadenzerrung anfühlt. Aber auch das Laufen bergauf oder auf unebenem Terrain kann zu Verletzungen in der Wadenmuskulatur führen.

Bänderzerrung und Bänderdehnung

Werden die Bänder durch eine falsche Bewegung übermäßig stark belastet, spricht man von der Bänderzerrung oder auch Bänderdehnung. So wie bei Muskelzerrungen empfiehlt sich auch hier ein Besuch beim Arzt, denn unbehandelte Bänderzerrungen können zu instabilen Gelenken führen. Als Laie kann man auch nicht abschätzen, ob es sich nur um eine Bänderdehnung, eine Verstauchung oder sogar einen Bänderriss handelt.

Sehnenzerrung

Auch hier ist die unnatürliche Belastung und die plötzliche Überdehnung der Sehnen ursächlich für die Verletzung. Häufig geht die Sehnenzerrung aber mit einer Muskelzerrung einher.

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Risikofaktoren und Vorbeugung von Zerrungen

Sei es im Alltag oder beim Sport, ganz auszuschließen ist eine Zerrung nie. Dennoch kann man einiges tun, um die Wahrscheinlichkeit einer Distension zu minimieren. Dazu gehört das richtige Aufwärmen, denn kalte Muskeln, Sehnen und Bänder sind bei Belastung verletzungsanfälliger. Aufgewärmte und gut durchblutete Muskelpartien reduzieren so das Risiko einer Zerrung. Auch das Wetter kann eine Rolle spielen. Bei kalter und regnerischer Witterung kann unser Bewegungsapparat empfindlicher für eine Verletzung sein. Angemessene Kleidung hilft dabei die Muskulatur, Bender und Sehnen warm zu halten. Zu den Risikofaktoren gehört auch die Überlastung von sowieso schon ermüdeter Muskulatur. Der Fitnesszustand spielt eine Rolle und natürlich besteht eine Gefahr, wenn vorherige Verletzungen nicht ganz auskuriert sind oder Körperpartien vorgeschädigt sind. Nach einer Zerrung sollte man die die betroffenen Stellen daher auch behutsam an neue Belastungen heranführen.

Symptome und Anzeichen einer Zerrung

Eine Distension äußert sich meist durch ziehende Schmerzen im betroffenen Körperteil, die kontinuierlich stärker werden. Vor allem unter Belastung und Bewegung werden die Beschwerden wahrgenommen. Eine Muskelanspannung wird bei einer Zerrung als unangenehm empfunden. Viele Betroffene berichten von einem krampfartigen Gefühl. Massage, Ausschütteln oder Lockerung der Muskeln und der betroffenen Stellen bringen keine Linderung. Unter Ruhigstellung lassen die Schmerzen jedoch meist nach. Die Art des Schmerzes unterscheidet eine Zerrung übrigens auch von einem Muskelfaserriss. Während die Schmerzen bei der Distension nach und nach schlimmer werden, verspürt man beim Muskelfaserriss einen stechenden Schmerz, der sich wenig bis gar nicht verändert. Ähnlich verhält es sich auch bei der Schädigung von Bändern und Sehnen.

Untersuchung und Diagnose von Zerrungen

Wer sich gezerrt hat, sollte keine Scheu haben sich vom Arzt checken zu lassen. In der Praxis wird anhand der Anamnese die Schwere der Verletzung eingeordnet. Hierbei wird darauf geachtet, wie und wo die Verletzung stattgefunden hat. Ebenso erkundigt sich der Arzt nach der Art der Schmerzen. Die betroffene Stelle wird abgetastet, der Druckschmerz geprüft und getestet inwieweit eine Dehnung oder Belastung des Muskels, der Sehnen oder Bänder möglich ist. Je nach Art und Schwere der Verletzung, kann der Arzt entscheiden, ob weitergehende Untersuchungen oder Behandlungen sinnvoll sind. Die Diagnose bestimmt zudem, wie lange die verletzte Stelle geschont werden muss und wann eine dauerhafte Belastung wieder möglich ist.

Schnelle Reaktion auf Zerrungen – die PECH-Regel

Bei Schmerzen und dem Verdacht auf eine Zerrung hilft die PECH-Regel als Sofortmaßnahme. PECH steht für Pause, Eis, Compression und Hochlegen. Die PECH-Regel soll den Schaden so gering wie möglich halten und wird idealerweise direkt nach einer Zerrung angewandt. Ergänzend dazu kann man die betroffene Stelle mit unserem Emcur® Akut Spray mit Arnika und CBD behandeln. Die spezielle Wirkstoffkombination unterstützt dabei die Behandlung gegen Schwellungen und Schmerzen. PECH bedeutet dabei:

  • Pause: Brechen Sie Ihr Training beziehungsweise Ihre Aktivität ab und belasten Sie die betroffene Stelle nicht weiter!
  • Eis: Kühlen Sie die verletzte Stelle, um Schwellungen zu vermeiden und Schmerzen zu lindern! Dafür können Sie sich ein kaltes Tuch auflegen oder Sie nutzen einen Eispack! (Hinweis: Eispacks immer in ein Tuch einwickeln und nie direkt auf die Haut auflegen)
  • Compression: Legen Sie einen elastischen Druckverband an! Achten Sie darauf, dass Sie den Verband nicht zu fest anlegen! Sollten Sie ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl verspüren, nehmen Sie den Verband sofort ab.
  • Hochlegen: Wenn es möglich ist, lagern Sie die betroffene Stelle hoch! So werden schmerzhafte Schwellungen reduziert.

Die PECH-Regeln dienen zur schnellen und ersten Reaktion auf Zerrungen oder Prellungen. Den Arztbesuch ersetzen sie jedoch nicht. Unser Tipp: Lassen Sie Sportverletzungen vom Arzt untersuchen.

Behandlung bei Zerrungen

Bei leichten Zerrungen besteht die Behandlung meist in einer Ruhigstellung der betroffenen Körperpartie. Bänder werden oftmals noch durch Tape-Verbände oder ähnliches gestützt. Zusätzlich kann eine Zerrung aber mit einer Salbe gegen Sportverletzungen behandelt werden. Hierfür gibt es Präparate beispielsweise mit Beinwell oder Arnika. Diese Cremes, Salben, Gels oder Sprays wirken meist entzündungshemmend, abschwellend sowie schmerzlindernd und können die Heilung beschleunigen. Wir empfehlen zur Unterstützung unser Emcur® Akut Spray mit Arnika und CBD beziehungsweise das Emcur® Sport Gel mit Beinwell und CBD.

Der Krankheitsverlauf bei Zerrungen

Eine Zerrung sollte ernst genommen und auskuriert werden. Trainiert man einfach weiter oder belastet den Muskel dauerhaft, besteht die Gefahr eines Muskelfaserrisses. Die Konsequenz: Eine noch längere Pause. Gleiches gilt bei Verletzungen von Bändern oder Sehnen. Grundsätzlich ist es daher ratsam, die Verletzung vom Arzt abklären zu lassen. Bei richtiger Schonung ist eine Distension in der Regel nach vier bis acht Tagen soweit auskuriert, dass man wieder mit leichten Übungen beginnen kann. Bis zur vollständigen Wiederherstellung können aber zwei Wochen oder mehr vergehen. In dieser Zeit sollte die verletzte Stelle nicht voll belastet werden. Die frühe Anwendung unseres Emcur® Akut Sprays mit Arnika und CBD fördert den Heilungsprozess zusätzlich.

Häufige Fragen

Eine Zerrung ist eine häufige Sportverletzung, die bei ungewöhnlichen, schnellen oder abrupten Bewegungen entstehen kann. Muskeln, Bänder oder Sehnen werden überdehnt und sind danach nicht mehr voll belastbar.

Unnatürliche oder abrupte Bewegungen, eine kalte Muskulatur, falsche Bewegungen oder Überbeanspruchung. Die Ursache für Zerrungen kann ganz unterschiedlich sein, geht aber immer mit einer Überlastung oder Überdehnung der betroffenen Stellen einher.

Grundsätzlich können Zerrungen in allen Muskeln, Sehnen und Bändern auftreten. An häufigsten sind aber Zerrungen der Wade, in den Oberschenkeln, der Leiste und die des Sprunggelenks.

Bei einer Zerrung sollte man als erstes die PECH-Regel anwenden (Pausieren, Eis, Compression, hochlagern). Ein Arzt kann entscheiden, ob weitere Behandlungen notwendig sind. Grundsätzlich gilt es die Region zu schonen. Zusätzlich kann man auch eine Creme oder ein Spray gegen Sportverletzungen auftragen.

Bei einer Zerrung ist der Hausarzt erste Anlaufstelle. Je nach Schwere der Verletzung wird hier entschieden, ob eine weitere Behandlung zum Beispiel beim Orthopäden oder Physiotherapeuten notwendig ist.

Grundsätzlich empfiehlt sich bei Sportverletzungen ein Besuch beim Arzt. Dies gilt vor allem, wenn die Schmerzen nicht nachlassen oder gar schlimmer werden. In der Arztpraxis kann die Schwere der Verletzung untersucht und über weitere Maßnahmen entschieden werden.

Bei richtiger Schonung dauert es meist vier bis acht Tage, bis die Zerrung nicht mehr schmerzt. Bis man den Muskel, die Sehne oder die Bänder wieder voll belasten kann, dauert es aber meist zwei bis drei Wochen.

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Durch die Bereitstellung dieser Informationen diagnostizieren, behandeln, heilen, lindern oder verhindern wir keinerlei Krankheiten. Es ist ratsam, sich vor Beginn einer Behandlung von einer medizinischen Fachperson beraten zu lassen.