Verfärbter Fußnagel – Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Woher kommen Verfärbungen der Zehennägel?

Gesunde Fußnägel erscheinen normalerweise rosa durchscheinend. Wenn sie verfärbt sind, ist dies ein unschöner Anblick. Oft handelt es sich bei den Verfärbungen um ein rein kosmetisches Problem. Doch Nagelverfärbungen können auch ein Symptom von ernstzunehmenden Erkrankungen sein. Sicher feststellen beziehungsweise ausschließen können dies nur Ärztinnen und Ärzte. Die Art der Verfärbungen gibt ihnen Hinweise auf mögliche Ursachen. Nach der Diagnose können sie gegebenenfalls geeignete Behandlungsmaßnahmen einleiten. Dank verschiedener vorbeugender Maßnahmen sind bestimmte Verfärbungen und langwierige Therapien schon von vornherein vermeidbar.

Ausprägungen von verfärbten Fußnägeln

An Zehennägeln können verschiedene Verfärbungen auftreten. Diese lassen sich nach ihrer Art und Ausprägung voneinander unterscheiden. So sind unter anderem folgende Veränderungen der Nagelfarbe möglich:

Weiß verfärbte Fußnägel können in unterschiedlichen Ausprägungen vorliegen. Es ist möglich, dass sich kleine weiße Punkte oder Flecken auf den Zehennägeln bilden. Zudem können weiße Querstreifen auf den Fußnägeln, auch Mees-Streifen genannt, entstehen. Darüber hinaus können sich Fußnägel komplett weiß verfärben. Es kann auch zu trüb-weiß verfärbten Zehennägeln, sogenannten Milchglasnägeln, kommen.

Bei Half-and-half-nails ist die körpernahe Hälfte der Nagelplatte weiß und die körperferne Hälfte der Nagelplatte rot gefärbt. Die Fußnägel sind also rot-weiß verfärbt.

Es kann vorkommen, dass sich Zehennägel gelblich oder grünlich verfärben. Zudem sind gelb-bräunliche Verfärbungen an den Fußnägeln möglich. Diese werden auch als Ölflecken bezeichnet.

Fußnägel können verschiedene Blautöne annehmen. So kann sich der Zehennagel beispielsweise blau-grün oder bläulich-schwarz verfärben.

Es ist möglich, dass sich die Zehennägel dunkel verfärben. So kann ein Fußnagel etwa braun, blauschwarz oder schwarz verfärbt sein. Unter der Nagelplatte können sich auch braun bis schwarz gefärbte Streifen oder ein braunschwarzer Fleck befinden.

Mögliche Begleitsymptome bei verfärbten Fußnägeln

Je nach Ursache ist es möglich, dass die Nagelverfärbungen mit weiteren Symptomen einhergehen. Wenn der Zehennagel verfärbt ist, können Betroffene beispielsweise zusätzlich Schmerzen haben. Zudem können bei verfärbten Nägeln unter anderem auch die folgenden Symptome begleitend auftreten:

  • eine verdickte Nagelplatte
  • splitternde oder bröckelnde Nagelschichten
  • der Nagel kann sich vom Nagelbett abheben

Ursachen von verfärbten Fußnägeln

Die Art der Verfärbung, deren Ausprägung sowie begleitende Symptome lassen teilweise Rückschlüsse auf mögliche Ursachen zu. Doch nur Ärzte und Ärztinnen können eine sichere Diagnose stellen. Denn Nagelverfärbungen (Chromonychie) können ganz verschiedene Ursachen haben – sowohl harmlose als auch gravierende. So ist es möglich, dass sich die Farbe der Zehennägel beispielsweise durch eine äußere Ursache, wie etwa Bestandteile von Nagellack, verändert. Eine weitere harmlose Ursache von Nagelverfärbungen sind kleinere Verletzungen. Zu diesen kann es beispielsweise kommen, wenn zu enges Schuhwerk getragen wird. Denn dieses führt möglicherweise zu Quetschungen des Zehennagels und/oder einem Bluterguss unter dem Nagel (subungales Hämatom). Ein solches Hämatom entsteht auch oft, wenn der betroffenen Person ein schwerer Gegenstand auf den Fuß gefallen ist. Zusätzlich zu diesen eher harmlosen Ursachen ist es ebenso möglich, dass Verfärbungen der Zehennägel durch die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht wurden. Darüber hinaus können verfärbte Fußnägel das Anzeichen einer Erkrankung sein.

Ursachen von Nagelverfärbungen im Überblick

Die nachfolgende Auflistung liefert einen groben Überblick über mögliche Ursachen von verfärbten Zehennägeln, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zu möglichen Ursachen von Veränderungen der Nagelfarbe zählen unter anderem:

  • die Verwendung von Nagellack
  • Verletzungen oder Quetschungen des Zehennagels
  • ein Bluterguss unter der Nagelplatte
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente
  • Schwermetallvergiftungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Infekte
  • Niereninsuffizienz (Nierenversagen)
  • Kontakt mit Säuren
  • Leberzirrhose, die häufig auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen ist
  • eine Herzmuskelschwäche
  • Diabetes
  • Colitis ulcerosa (eine entzündliche Darmerkrankung)
  • eine Nagelpilzerkrankung
  • eine bakterielle Infektion im Nagelbereich
  • Nagelpsoriasis, eine Ausprägung bei Schuppenflechte (Psoriasis)
  • ein zu hoher Nikotinkonsum
  • das Yellow-Nail-Syndrom (YNS/ Gelbnagelsyndrom)
  • das Grüne-Nägel-Syndrom (Chloronychie)
  • ein Vitamin B12-Mangel
  • ein Muttermal unter der Nagelplatte
  • eine Strahlentherapie

Eventuell weisen verfärbte Fußnägel auch auf eine Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff hin. Ein solcher Sauerstoffmangel kann beispielsweise bei einer Kohlendioxidvergiftung entstehen. Hierbei können sich die Schleimhäute oder die Haut – auch unter der Nagelplatte – verfärben.

Wann ist ein Arztbesuch erforderlich?

Bei Nagelverfärbungen unklaren Ursprungs sollten betroffene Personen einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen – ganz gleich, ob der Zehennagel gelb, grün, braun, blau oder dunkel verfärbt ist. Ein Arztbesuch ist auch dann ratsam, wenn die Verfärbung der Zehennägel im Zuge des Nagelwachstums nicht herauswächst, sondern bestehen bleibt. Nur Ärzte und Ärztinnen können in solchen Fällen sicher abklären, ob eine Behandlung notwendig ist oder nicht. Die Farbe und die Beschaffenheit der Nagelplatten verraten ihnen dabei oft auf den ersten Blick etwas über den allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Person. Nach einem zusätzlichen Anamnesegespräch kann der Arzt/die Ärztin eine Diagnose stellen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen veranlassen, zum Beispiel eine Blut- oder Gewebeprobe. Liegt bei der betroffenen Person bereits eine Grunderkrankung vor, auf die die Nagelverfärbung zurückzuführen sein könnte, sollte sie ebenfalls einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. Dieser/Diese kann den Patienten/die Patientin über Behandlungsmöglichkeiten aufklären.

Wichtig: Wenn sich Betroffene die Verfärbung des Zehennagels nicht durch eine harmlose Ursache erklären können, sollten sie immer einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. Ändert sich die Farbe der Nägel und verschlechtert sich zudem das Allgemeinbefinden stark, ist eine umgehende Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Es könnte sich um Vergiftungserscheinungen handeln.

Behandlung verfärbter Zehennägel

Eine Behandlung ist nicht bei allen Nagelverfärbungen erforderlich. Kam es durch externe Ursachen, wie die Verwendung von Nagellack zu den Verfärbungen an den Fußnägeln, wachsen diese im Laufe der Zeit, mit dem Nagelwachstum heraus. Auch kleine weiße Punkte auf den Nägeln (Leukonychia punctata) wachsen mit der Zeit wieder raus. Dies erfordert bei Fußnägeln jedoch viel Geduld: Um komplett wieder nachzuwachsen, benötigt ein Zehennagel circa 6 bis 12 Monate.

Sind die Verfärbungen der Zehennägel auf eine Pilzinfektion zurückzuführen, sollte umgehend mit der Antipilzbehandlung begonnen werden, sobald der Arzt/die Ärztin die Pilzerkrankung diagnostiziert hat. Im Anfangsstadium lassen sich Symptome von Nagelpilz mit rezeptfreien Produkten selbst behandeln. Zur äußeren Therapie der Symptome von Nagelpilz eignet sich beispielsweise das Emcur® Nagelpilz-Set. Es besteht aus einem speziellen Serum gegen die Symptome von Nagelpilz sowie zehn Nagelfeilen. Das Medizinprodukt kann zur Therapie der Symptome von leichten bis mittelschweren Nagelpilzinfektionen der Finger- und Zehennägel eingesetzt werden. Werden Symptome von Nagelpilz nicht oder nur unzureichend behandelt, kann er sich auf die Füße und benachbarten Zehennägel ausbreiten. Während der Therapie der Nagelpilz-Symptome kann das Emcur® Fußpilz-Schutzspray angewandt werden, um Fußpilz beziehungsweise der Infektionsausbreitung bei Nagelpilz vorzubeugen. Befindet sich die Pilzerkrankung bereits in einem sehr fortgeschrittenen Stadium, ist eventuell eine innere Therapie der Symptome von Nagelpilz und die damit verbundene Einnahme von Tabletten notwendig.

Liegt der Verfärbung des Zehennagels eine innere Erkrankung zugrunde, muss die gesamte Behandlung immer in Rücksprache mit einem Arzt/einer Ärztin erfolgen.

Verfärbungen der Fußnägel vorbeugen

Ob gelbe Fußnägel, weiße Fußnägel oder blaue Fußnägel: Verfärbte Zehennägel sind unschön anzusehen. Einige Verfärbungen der Zehennägel lassen sich jedoch vermeiden. Folgende vorbeugende Maßnahmen können dabei helfen:

  • passendes Schuhwerk tragen: Schuhe müssen passen. Denn zu enge oder zu kleine Schuhe begünstigen die Entstehung von Blutergüssen und somit verfärbter Fußnägel.
  • Unterlack verwenden: Nagellack oder Nagelhärter können gelbe Verfärbungen verursachen. Darum sollte vor ihrer Verwendung immer ein schützender Unterlack auf die Zehennägel aufgetragen werden.
  • möglichst auf Rauchen und Alkohol verzichten: Denn ein zu hoher Nikotin- und Alkoholkonsum kann zu trüb-weißen oder gelben Fußnägeln führen.
  • ausgewogene Ernährung: Eine gesunde Ernährung ist wichtig, da ein Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen brüchige Fußnägel verursachen kann. Diese begünstigen Pilzinfektionen sowie bakterielle Infektionen. Dementsprechend erhöht sich auch das Risiko verfärbter Zehennägel bei brüchigen Nägeln.
  • richtige Fuß- und Nagelpflege: Bei der regelmäßigen Fußpflege auf Nagelveränderungen achten und gegebenenfalls einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. Um Infektionen mit Pilzen oder Bakterien zu vermeiden, die Verfärbungen der Fußnägel verursachen könnten, sollten Tipps zur korrekten Nagelpflege befolgt werden. Denn eine unsachgemäß durchgeführte Nagelpflege kann zu Verletzungen der Fußnägel führen. Selbst kleinste Beschädigungen der Nagelplatte bieten Erregern, wie Pilzen, dann ideale Eintrittspforten. Personen, denen es aufgrund bestimmter Umstände nicht möglich ist, ihre Füße selbst zu pflegen, können sich professionelle Unterstützung suchen. Wenn die Füße generell gesund sind, ist eine kosmetische Fußpflege bei Fußpfleger*innen ausreichend. Bestehen jedoch ernsthafte Fußbeschwerden oder eine Diabetes-mellitus-Erkrankung ist eine medizinische Fußpflege durch ausgebildete Podologen/Podologinnen erforderlich.
  • Nagelpilz vermeiden: Die Ansteckungsgefahr mit Fuß- und Nagelpilz ist besonders an Orten erhöht, an denen viele Menschen Barfußgehen, wie etwa im Schwimmbad, in Gemeinschaftsduschen oder in der Sauna. Um sich nicht mit Pilzerregern zu infizieren und somit potenzielle Nagelverfärbungen zu vermeiden, ist es ratsam, an diesen Orten immer Badeschuhe zu tragen. Zur Vorbeugung von Fuß- und Nagelpilz kann das Emcur® Fußpilz-Schutzspray eingesetzt werden. Es schützt die Füße nach einmaliger Anwendung bis zu 24 Stunden vor Fußpilz sowie einer Infektionsausbreitung bei Nagelpilz und wirkt zugleich kühlend und erfrischend. Darüber hinaus neutralisiert es Gerüche. Wichtig: Nach dem Schwimmen muss das Emcur® Fußpilz Schutzspray neu aufgetragen werden.