Ein junges Paar steht mit seinen zwei Kindern an einem See.

Mückenstiche

Mücken sind echte Plagegeister. Bei gewittrigem, schwülwarmem Sommerwetter sind Mücken nicht fern – und auch nachts stechen sie häufig zu. Die Stiche der Mücken, die in Mitteleuropa heimisch sind, sind meist ungefährlich. Aber sie können tagelang unangenehm jucken. Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie sich vor Stechmücken schützen können, wie Sie Mückenstiche behandeln und wieso manche Menschen häufiger gestochen werden als andere.

Allgemeines zu Mücken

Mehr als 3600 Stechmückenarten gibt es weltweit. Stechmücken (Culicidae) sind am häufigsten anzutreffen, wo ein feuchtwarmes Klima herrscht, also an Flüssen, Seen oder Sümpfen. Dort finden sie den idealen Ort, um ihre Eier abzulegen und sammeln sich dort in Scharen. Aber auch künstliche Wasserquellen, zum Beispiel Gartenteiche oder Regentonnen, dienen als Brutstelle.

Kalter Winter, mückenfreier Sommer?

Die Volksweisheit, ein milder Winter sorge für eine Mückenplage im Sommer, hält sich hartnäckig. Aber auch einen klirrend kalten Winter mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt überleben Stechmücken mühelos. Schnee und Frost machen ihnen wenig aus. Die befruchteten Weibchen fallen in eine Winterstarre und überwintern in feuchten, geschützten Räumen, zum Beispiel in Kellern oder Schuppen.

Mückenarten in Deutschland

Die häufigste heimische Mückenart ist die Gemeine Stechmücke. Aber auch andere Mückenarten machen uns hierzulande das Leben schwer.

Die Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) zählt zur Familie der Stechmücken (Culicidae) und ist auf der ganzen Welt verbreitet. In Deutschland kommt keine Mückenart häufiger vor. Culex pipiens ist etwa 3 bis 7 mm groß, hat schmale Flügel und lange Beine. Bei einem Stich kann die Gemeine Stechmücke Krankheitserreger übertragen, die sich in ihrem Speichel befinden.

Die Ringelmücke (Culiseta annulata), auch Große Hausmücke, ist eine Verwandte der Stechmücke und lebt überwiegend in der Nähe von Menschen. Sie ist mit 10 bis 13 mm relativ groß. Auf Körper und Beinen hat sie dunkelgraue bis weiße Querstreifen. Bei ihrem Stich können Krankheitserreger übertragen werden, zum Beispiel das Tahyna-Virus, das meist wie eine milde Sommergrippe verläuft.

Gnitzen, auch Bartmücken, sind eine Familie kleiner blutsaugender Mücken, deren Weibchen vor allem nachts und in der Dämmerung zustechen. Die Insekten sind rund 4 mm groß und einfach zu erkennen – an ihrem stark gewölbten Rücken. Ihr Stich ist vor allem für andere Tiere gefährlich, zum Beispiel für Wiederkäuer, auf die sie die Blauzungenkrankheit übertragen können.

Der Körperbau der circa 6 mm großen Kriebelmücke ähnelt dem einer Fliege. Doch beißt sie zu, spürt man den Unterschied schmerzhaft. Kriebelmücken schlitzen mit ihren Mundwerkzeugen die Haut auf und saugen Blut und Lymphflüssigkeit, das sich in der Kuhle ansammelt, auf. Die Wunde infiziert sich leichter als andere Mückenstiche, weshalb sie desinfiziert werden sollte.

Globalisierung und Klimawandel begünstigen, dass exotische Stechmücken auch hierzulande heimisch werden. Seit dem Jahrtausendwechsel haben sich beispielsweise die Asiatische Tigermücke (Aedes albopticus) und die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus) einen neuen Lebensraum in unseren Gefilden erobert.

Mücken als Überträger von Krankheiten

Malaria, Zika-Virus, Gelbfieber oder Dengue-Fieber – all diese Erkrankungen und Infektionen können durch den Stich einer Mücke übertragen werden. In Mitteleuropa werden Mückenstiche jedoch noch als ungefährlich eingestuft. Das kann sich aber in Zukunft womöglich ändern: Durch die Einschleppung tropischer Mückenarten wie Tigermücke oder Buschmücke konnten Forscher bereits nachweisen, dass auch in Deutschland exotische Mückenarten potenzielle Krankheitsüberträger sind.

Grundsätzlich gilt: Wer in die Tropen reist, sollte sich in einer Arztpraxis oder Apotheke darüber informieren, welche Maßnahmen zu treffen sind.

Ursachen: Wie es zu einem Mückenstich kommt

Wird man von einer Mücke gestochen, war es mit Sicherheit ein Weibchen. Nur die weibliche Mücke sticht mit ihrem Rüssel durch die Haut von Mensch und Tier, um Blut abzusaugen. Dabei hat die Stechmücke es auf die Proteine (Hämoglobin und Albumin) im Blut abgesehen, die sie braucht, um Eier zu produzieren. Beim Stich injiziert sie Speichel in die Haut, um zu verhindern, dass das eiweißreiche Blut, das sie ja aufnehmen will, gerinnt.

Sobald das Weibchen ausreichend mit Proteinen versorgt ist, produziert es bis zu 300 Eier und legt diese im Wasser ab. Wenige Tage später schlüpfen mehrere Hundert Mückenlarven, die nach einigen Wochen zu Mücken ausgereift sind.

Wieso manche Menschen häufiger gestochen werden als andere

Oft hört man, Männer würden häufiger von Mücken gestochen als Frauen. Aber stimmt das überhaupt? Die Antwort lautet nein! Dass manche Menschen besonders häufig gestochen werden, liegt nicht am Geschlecht. Auch Alter und Blutgruppe spielen keine Rolle.

Allein der Duft macht den Unterschied. Ob ein Mensch eher häufig oder eher selten gestochen wird, hängt von seinem Geruch an. Stechmücken werden wahrscheinlich angezogen von:

  • Stoffen (Fettsäuren, Ammoniak und Milchsäure) auf der Haut
  • Schweißgeruch
  • Süßlichen Gerüchen, zum Beispiel von Parfüms oder Deodorants
  • Atemgeruch mit hohem Kohlendioxidgehalt

Der Effekt, dass manche Menschen kaum gestochen werden, zeigt sich in der Regel nur, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Dann haben Mücken die Wahl und entscheiden sozusagen nach Geschmack. Wer allein unterwegs ist, wird wahrscheinlich trotzdem gestochen werden.

Symptome eines Mückenstichs: die normale Reaktion des Körpers

In dem Moment, in dem die Mücke zusticht, empfinden wir meist keinen Schmerz, anders als beispielsweise bei einem Wespenstich. Oft bemerken wir gar nicht, dass eine Stechmücke mit ihrem feinen Rüssel in die Haut eindringt.

Erst ein paar Minuten danach treten die ersten Symptome auf. Die Mücke hat beim Stich einen gerinnungshemmenden Stoff in die Einstichstelle gespritzt. Dieser löst eine Reaktion des Immunsystems mit den folgenden Symptomen aus:

  • Es entsteht eine kreisförmige Schwellung oder Quaddeln bzw. Pusteln.
  • Die Einstichstelle ist gerötet.
  • Quälender Juckreiz tritt auf, seltener auch ein Brennen. Der Juckreiz kann einige Tage anhalten.

Allergische Reaktion auf Mückenstiche

Für die meisten Menschen sind Mückenstiche harmlos. Bei wenigen Personen tritt aber eine schwere allergische Reaktion auf. In diesem Fall muss ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten

In den meisten Fällen wird es nicht nötig sein, nach einem Mückenstich einen Arzt aufzusuchen. Um sicherzugehen, sollten Sie Ihr Befinden aber eine Weile beobachten.

Wer schon früher allergisch auf einen Stich reagiert hat, sollte sich hingegen in ärztliche Behandlung begeben. Darüber hinaus sind die folgenden Symptome ein Hinweis auf eine allergische Reaktion auf Mückengift. Tritt eines dieser Symptome auf, sollten Sie ebenfalls zeitnah einen Arzt aufsuchen.

  • Die klassischen Symptome wie Schwellung an der Einstichstelle, Schmerz, Juckreiz und Rötung treten überdurchschnittlich stark auf.
  • Es treten Probleme mit dem Kreislauf (Ohnmacht, Schwindel, Herzrasen) oder der Atmung (Atemnot) auf.
  • Es treten Übelkeit oder Erbrechen auf.
  • Die Augen beginnen zu tränen, zu jucken oder zu brennen.
  • Es treten Sprachstörungen oder Schluckstörungen auf.
  • Es treten Verwirrungs- oder Angstzustände auf.
  • Der Mückenstich befindet sich an einer sensiblen Stelle, zum Beispiel am Augenlid, am Hals oder im Mundraum.

Diese Symptome können Anzeichen einer starken allergischen Reaktion sein. Die schwerste Form einer allergischen Reaktion ist der anaphylaktische Schock, auch allergischer Schock, der unbehandelt tödlich verlaufen kann.

Behandlung eines Mückenstichs

Die allererste Regel bei einem Mückenstich lautet: auf keinen Fall kratzen! Wer dem Juckreiz nachgibt und den Mückenstich aufkratzt, riskiert eine Mischinfektion mit Hautbakterien und dass sich die Einstichstelle entzündet. Gelangen in der Folge Keime in den Blutkreislauf, droht im schlimmsten Fall eine Blutvergiftung.

Wie bei allen Insektenstichen ist der erste Schritt der Behandlung, das Gift bzw. den Speichel der Mücke aus der Haut zu entfernen. Hierfür gibt es zum Beispiel Stichheiler oder Giftpumpen.

Als nächstes sollte die Einstichstelle gekühlt werden. Das lindert den Juckreiz und stillt das Verlangen, den Stich aufzukratzen. Dafür ein mit kaltem Wasser getränktes Tuch oder einen in ein Handtuch gewickelten Kühlakku auf die betroffene Stelle legen. Das reduziert die Schwellung und wirkt darüber hinaus dem Juckreiz entgegen.

Was hilft? Akut-Mittel bei Mückenstichen

Das Emcur® Insektenstich-Gel zieht das Insektengift durch einen osmotischen Effekt aus dem Stichkanal und beschleunigt so eine komplikationsfreie Heilung. Diese Wirkweise, die man von Zug-Salben kennt, wird durch das enthaltene Mineralsalz erzielt und ist für ein Insektenstich-Mittel einzigartig. Das Emcur Insektenstich-Gel pflegt und kühlt zudem die Haut und wirkt dadurch Juckreiz und Schmerz entgegen. Das Gel ist sehr einfach in der Anwendung und auch schon bei Kleinkindern anwendbar.

Hausmittel bei Mückenstichen

Verschiedene Hausmittel sollen die betroffene Hautstelle kühlen oder Symptome wie Juckreiz und Schwellung positiv beeinflussen können. Dazu zählen:

  • Eine halbe Zwiebel
  • Zitronenscheiben bzw. Zitronensaft
  • Apfelessig
  • Quark als Kompresse
  • Lauwarmes Salzwasser
  • Spucke, gemischt mit etwas Zucker

Die Wirksamkeit von Hausmitteln ist in vielen Fällen nicht belegt. Wer seine Symptome lindern will, sollte daher auf ein Insektenstich-Mittel zurückgreifen. Das Emcur® Insektenstich-Gel lindert nicht nur Juckreiz und Schwellung, sondern zieht – ähnlich wie eine Zugsalbe – den fremden Stoff aus der Einstichstelle. So kann das Gift sich nicht weiter im Körper verbreiten.

Vorsorge: Wie Sie sich vor Mückenstichen schützen

Fast überall können Mücken zur Plage werden, zum Beispiel im Garten, wenn es dort einen Gartenteich gibt, oder im Wald, wenn ein kleiner Bachlauf durchführt. So schützen Sie sich vor Mückenstichen – in Ihrem Haus, in Ihrem Garten und im Urlaub.

  • Bringen Sie Mückenschutzgitter bzw. Fliegengitter vor Fenster und Türen an.
  • Kaufen Sie Zimmerpflanzen, die als mückenabwehrend gelten.
  • Dimmen Sie Lichtquellen, wenn es draußen bereits dunkel ist.
  • Decken Sie Regentonnen ab. Wechseln Sie das Wasser in Trögen, Gießkannen oder Eimern regelmäßig aus oder verbrauchen Sie es.
  • Pflanzen Sie Gartenpflanzen, die als mückenabwehrend gelten.
  • Schöpfen Sie Mückenlarven mit einem Kescher aus dem Gartenteich oder halten Sie im Teich natürliche Fressfeinde, zum Beispiel Goldfische.
  • Tragen Sie lockere, leichte Kleidung in hellen Farben. Lange Kleidung eignet sich am besten, da sie Arme und Beine bedeckt.
  • Tragen Sie keine Cremes, Deos oder Parfüms mit süßlichem Geruch auf.
  • Setzen Sie Insektenschutzsprays, sogenannte Repellents, ein. Sie müssen regelmäßig neu aufgetragen werden.

Falls Sie doch einmal gestochen werden: Packen Sie für einen Ausflug und im Urlaub immer ein Insektenstich-Mittel, zum Beispiel das praktisch anwendbare Emcur® Insektenstich-Gel, ein, um einen Stich auch unterwegs schnell behandeln zu können.

Häufige Fragen

Sticht oder beißt eine Mücke zu, entsteht an der Stelle eine circa zwei bis mm große Quaddel. Unter der Haut bildet sich zudem ein kleiner Knoten. Die Einstichstelle selbst ist hell und glasig. Meist ist die Mitte weiß und der Rand rot.

Wie lange es dauert, bis ein Mückenstich abheilt, unterscheidet sich von Person zu Person. Manchmal dauert der Juckreiz nur einige Minuten, manchmal Tage. In jedem Fall gilt: auf keinen Fall kratzen! Wer kratzt, verlängert die Heilungsdauer und riskiert, dass der Stich sich entzündet.

Zuerst sollte das Gift der Mücke aus der Haut entfernt werden, zum Beispiel mit dem Emcur® Insektenstich-Gel mit osmotischer Wirkung. Danach ist Kühlen angesagt, dazu kann das Gel auf der Haut verbleiben. Alternativ kann der Stich unter fließendem Wasser oder mit Eiswürfeln oder einem Kühlakku in einem Handtuch gekühlt werden.

Wer schon in der Vergangenheit allergisch auf einen Insektenstich regiert hat, sollte nach einem Stich umgehend eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus aufsuchen. Auch wer in der Vergangenheit keine allergische Reaktion hatte, aber plötzlich mit allergischen Symptomen auf einen Mückenstich reagiert, sollte sich zeitnah in medizinische Behandlung begeben oder einen Notarzt rufen.

In den folgenden Fällen bzw. bei den folgenden Symptomen, sollte ein Arzt aufgesucht werden:

  • wenn bereits zuvor eine allergische Reaktion auf einen Mückenstich oder einen anderen Insektenstich aufgetreten ist.
  • wenn der Mückenstich sich in der Nähe des Auges, zum Beispiel am Augenlid, im Mundraum oder am Hals befindet.
  • wenn Schmerz, Schwellung, Juckreiz oder Rötung überdurchschnittlich stark auftreten.
  • wenn Probleme mit dem Kreislauf, Atemnot, Schluckstörungen, Übelkeit oder Erbrechen auftreten.
  • wenn Sprachstörungen oder Verwirrungszustände einsetzen.

Wer von einer Mücke gestochen wird, sollte zuerst den Speichel bzw. das Gift der Mücke aus dem Stichkanal entfernen. Dafür kann das Emcur® Insektenstich-Gel eingesetzt werden, das wie eine Zugsalbe wirkt. Danach kann zum Beispiel mit einem Kühlakku die Einstichstelle zusätzlich gekühlt werden.