Eine junge Frau hält sich ihr schmerzendes Handgelenk.

Arnika bei Sport- und Alltagsverletzungen

Arnika gilt als Mittel der Wahl bei Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen und anderen kleineren Verletzungen. Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze wirken entzündungshemmend und antimikrobiell. Außerdem soll Arnika die Durchblutung anregen und so gegen Schwellungen helfen. Arnika-Präparate sind daher ein beliebtes Mittel in der Hausapotheke, um bei kleineren Alltagsverletzungen den Heilungsprozess zu beschleunigen. Auf dieser Seite wollen wir Sie rund um die Pflanze, deren Wirkstoffe und ihre Anwendung informieren.

Was ist Arnika?

Die Echte Arnika (Arnica montana), auch Bergwohlverleih genannt, ist eine Pflanze aus der Gattung Arnika innerhalb der Familie der Korbblütler. Sie ist die einzige Arnika-Art, die in Europa heimisch ist. Allerdings ist sie auch in vielen Ländern vom Aussterben bedroht oder gefährdet, da die Lebensräume der Pflanze in der modernen Kulturlandschaft selten geworden sind. Arnika wird seit langem als Heil- und Arzneipflanze eingesetzt. Die leuchtend gelben Blüten der Pflanze enthalten Sesquiterpenlactone, Helenalin- und Dihydrohelenalin-Ester, Flavonoide und ätherische Öle. Und genau diese Inhaltsstoffe machen Arnika als Medizinpflanze so interessant, denn sie wirken entzündungshemmend und antimikrobiell. Die Blüten stammen dabei fast ausschließlich aus Wildsammlungen. Der gezielte Anbau gestaltet sich schwierig. Grundsätzlich gilt, dass Arnika-Produkte nur zur äußerlichen Anwendung geeignet sind, da manche Inhaltsstoffe bei Einnahme toxisch sind.

Einsatzgebiete von Arnika

Arnika wird schon seit dem 18. Jahrhundert als Heilmittel eingesetzt. Neben äußerlichen Verletzungen wurde die Pflanze damals schon gegen Krampfadern, Gicht, Rheuma oder als Anregungsmittel verwendet. Heute wird Arnika in der Schulmedizin und der Naturheilkunde hauptsächlich bei Verletzungen wie Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden oder auch Muskelverspannungen eingesetzt. Neben der Anwendung in der Schulmedizin wird Arnika häufig in der Homöopathie verwendet. Meist werden hier Arnica-Globuli eingesetzt. Globuli sind kleine Kügelchen, die in der Alternativmedizin genutzt werden. Die meist aus Zucker bestehenden Globuli werden mit homöopathischen Stoffen versetzt in sogenannten Potenzen (Verdünnungsstufen) angeboten. Die Wirksamkeit der Globuli ist allerdings immer noch umstritten.

Arnika bei Blutergüssen

Ein Bluterguss (Hämatom) ist eine Verletzung, die beim Sport oder im Alltag schnell passiert ist. Durch äußerliche Einwirkung platzen hier Blutgefäße unter der Haut. Das Blut verteilt sich dann im umliegenden Gewebe und ergibt den im Volksmund bekannten „blauen Fleck“. Ein Bluterguss kann schmerzhaft sein, verschwindet aber meist wieder von alleine. Arnika-Salben, -Gels oder -Sprays können diesen Prozess jedoch beschleunigen. Grund dafür sind Flavonoide, die gegen die Blutung wirken und Polysaccharide, die dabei helfen, das Blut abzutransportieren.

Arnika bei Zerrungen

Eine Zerrung entsteht durch eine Überdehnung eines Muskels oder der Bänder. Zerrungen passieren schnell beim Sport, wenn man ausrutscht oder bei ruckartigen und unnatürlichen Bewegungen. Hier hilft Arnika dank der enthaltenen Sesquiterpenlactone, sprich des Helenalins. Es wirkt abschwellend, lindert die Schmerzen und ist entzündungshemmend. So wird der Heilungsprozess auf natürliche Weise unterstützt.

Arnika bei Prellungen und Quetschungen

Eine Prellung oder Quetschung entsteht, wenn Haut und Gewebe durch äußere Gewalteinwirkung wie einen Sturz, Stoß oder Schlag verletzt wird. Auch hier wirkt Arnika. Die Wirkstoffe der Heilpflanze fördern die Durchblutung, wirken gegen Schwellungen und helfen bei der schnellen Heilung möglicher Blutergüsse.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Arnika

Außer bei kleineren und leichteren Sport- oder Alltagsverletzungen kann Arnika auch bei oberflächlichen Venenentzündungen helfen. Weiter soll Arnika auch bei der Behandlung von Mücken- und Insektenstichen helfen.

Anwendung von Arnika

Für die Behandlung von unkomplizierten Sportverletzungen gibt es zahlreiche Salben, Gels und Sprays auf dem Markt. Meist sind sie rezeptfrei in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich. Bei Prellungen, Zerrungen oder Blutergüssen behandelt man die betroffene Stelle, indem man das Arnika-Produkt auf die unverletzte Haut aufträgt.

Arnika-Salbe, -Gel oder -Spray?

Die häufigste Darreichungsform von Arnika-Produkten sind Salben und Gels zur äußerlichen Anwendung. Manchmal dauert es aber, bis eine Creme richtig eingezogen ist. Wir haben uns daher mit unserem Emcur® Akut Spray für ein praktisches und einfach anzuwendendes Spray entschieden, das auf einer innovativen Wirkstoffkombination aus synthetischem CBD und Arnika basiert. Die Aufnahme der Wirkstoffe in die Haut ist aus Sprays am effektivsten, da die Verteilung auf der Oberfläche am feinsten ist. Das Emcur® Akut Spray kann zielgenau auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Ein weiterer Vorteil: Es zieht schnell ein und klebt nicht auf der Haut oder an den Händen.

Arnika-Tinktur

Neben Salben, Gel und Spray gibt es auch Arnika-Tinkturen. Sie werden äußerlich zur Behandlung von Sport- oder Unfallverletzungen eingesetzt. Auch bei Entzündungen oberflächlicher Venen, rheumatischen Beschwerden oder bei Insektenstichen können sie helfen. Die Tinkturen werden mit Wasser verdünnt und zur Herstellung von Umschlägen genutzt, die auf die betroffenen Stellen aufgelegt werden. Wichtig: Wenden Sie Arnika-Tinkturen nie innerlich an, lesen Sie den Beipackzettel und lassen Sie sich in der Apotheke hinsichtlich der korrekten Verdünnung und der maximalen Einwirkzeit der Umschläge beraten.

Arnika-Tinkturen selbst herstellen

Arnika-Tinkturen können auch selbst hergestellt werden. Die Arnika-Blüten hierfür müssen zugekauft werden, denn das Sammeln ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Für die Herstellung der Tinktur werden die Blüten mit hochprozentigem Alkohol übergossen. Anschließend wird die Mischung etwa 10 Tage stehen gelassen, wobei das Gefäß täglich geschüttelt werden sollte. Danach wird der Inhalt abgeseiht, sodass die reine Flüssigkeit übrig bleibt. Wichtig: Die Arnika-Tinktur darf nie unverdünnt oder innerlich angewendet werden. Wer die Tinktur selbst ansetzen möchte, sollte sich daher vorher genau informieren. Medizinische Ratgeber oder ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker können hier weiterhelfen. Wir empfehlen jedoch den Kauf von fertiger Arnika-Tinktur in der Apotheke.

Arnika und die Anwendung bei Kindern

Es gibt Arnika-Anwendungen, die sich nicht für Kinder und Babys eignen. Achten Sie daher darauf, dass Sie nur Arnika-Präparate verwenden, die für Kinder, Kleinkinder oder Säuglinge unbedenklich sind. Im Zweifelsfall sollten Sie hier Ihren Apotheker fragen und sich vor der Anwendung genau über die richtige Verwendung informieren.

Nebenwirkungen

Bei der Verwendung von Anika-Produkten sollten Sie grundsätzlich den Kontakt mit den Augen oder offenen Wunden vermeiden. Die Inhaltsstoffe von Arnika-Präparaten können zudem allergische Reaktionen wie Juckreiz, Ausschlag oder Bläschenbildung hervorrufen. Arnika darf zudem nicht oral eingenommen werden, denn die Inhaltsstoffe können toxische Reaktionen hervorrufen. Ebenso sollten während der Schwangerschaft keine Arnika-Produkte genutzt werden.

Häufige Fragen

Arnika ist eine meist wildwachsende Pflanze. Die Blüten werden zur Herstellung von Arnika-Präparaten genutzt, die beliebt bei der Behandlung kleinerer Sportverletzungen sind. Dazu zählen Prellungen, Verstauchungen oder auch Blutergüsse.

Gut belegt sind die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften der Arnika-Wirkstoffe. Weiter gilt Arnika als schmerzlindernd, unterstützend bei der Regeneration von Gewebe und hilfreich bei rheumatischen Erkrankungen.

Arnika-Präparate sind nur zu den äußerlichen Anwendungen gedacht. Salben, Gels und Sprays werden auf die betroffene Stelle aufgetragen. Arnika-Tinkturen werden meist in Umschlägen genutzt.

Die Anwendungsdauer kann je nach Präparat und Beschwerden unterschiedlich sein. Lesen Sie hierfür die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Arnika kann toxisch wirken, wenn man es einnimmt und sollte immer nur äußerlich angewendet werden.

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