Eine Gruppe junger Menschen spielt gemeinsam Basketball.

Was tun bei schmerzhaften Verstauchungen?

Ein Umknicken am Bürgersteig, das Abfangen eines Sturzes oder ein verdrehtes Knie beim Fußball spielen und schon ist es passiert: Das Gelenk ist verstaucht. Diese schmerzhafte Verletzung kann in den verschiedensten Situationen auftreten. Der medizinische Fachausdruck lautet „Distorsion“, was Verdrehung bedeutet. Es handelt sich hierbei um eine plötzliche Gewalteinwirkung auf ein Gelenk, ob in Fuß, Hand, Ellenbogen oder Knie. Werden die Gelenkbänder und -kapseln, nur überdehnt, spricht man von einer leichten Verstauchung. Bei einer schweren Verstauchung reißen diese Gelenkteile an oder durch und es können bei falscher Behandlung ernsthafte Funktionseinschränkungen zurückbleiben. Wir möchten Ihnen hier einen Überblick über Verstauchungen, deren Anzeichen und mögliche Behandlungen geben. Die folgenden Verstauchungen kommen am häufigsten vor:

  • Fußverstauchung
  • Handgelenkverstauchung
  • Knie
  • Fingerverstauchung
  • Zehenverstauchung
  • Halswirbelverstauchung

Sie erkennen eine Distorsion deutlich an Schmerzen, Blutergüssen, Schwellungen und Bewegungseinschränkung. Da es sich hierbei um eine ernsthafte Verletzung handeln kann, sollten Sie bei diesen Symptomen immer einen Arzt aufsuchen. Wie Sie das betroffene Gelenk bis zum Arztbesuch am besten behandeln und was es bei einer Verstauchung noch zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Die häufigsten Verstauchungen im Überblick

Wir stellen Ihnen im Folgenden eine Reihe der häufigsten Distorsionen vor. Dies ist eine Auswahl und gibt keine Garantie auf Vollständigkeit. Bei Schmerzen und Anschwellen nach einem Unfall, einem Sturz oder auch nur einem Umknicken empfehlen wir den Besuch bei einem Experten, um schwerwiegende Verletzungen auszuschließen.

Die Fußverstauchung

Eine Verstauchung tritt häufig in Kombination mit einer Bandverletzung auf. Durch die Überdehnung oder Verdrehung wird vor allem das dreiteilige Außenband oft verletzt, kann dabei anreißen oder durchreißen. Auch die Gelenkkapsel kann betroffen sein.

Die Handgelenkverstauchung

Das Handgelenk verstauchen wir uns häufig, wenn wir einen Sturz abfangen wollen und dabei mit beiden oder einer Hand auf den Boden prallen. Durch den plötzlichen Schlag können Bänder oder Gelenkkapseln verletzt werden.

Die Fingerverstauchung

Besonders Sportarten wie Volleyball, Basketball oder Handball bergen die Gefahr, sich durch den Aufprall des Balls einen Finger zu verstauchen. Auch wenn diese Sportverletzung klein erscheint, sollte Sie von einem Mediziner abgeklärt werden. So können spätere Einschränkungen der Fingerfertigkeit verhindert werden.

Die Zehenverstauchung

Die häufigste Ursache für verstauchte Zehen ist nicht etwa Sport, viel öfter passiert es im Haushalt. Am schnellsten erwischt es dabei den kleinen Zeh, mit dem man gerne im Dunkeln an einem liegengelassenen Gegenstand oder einer Tür hängen bleibt. Oft kann der Laie nicht unterscheiden, ob er gebrochen oder verstaucht ist. Deshalb empfiehlt sich hier – beim kleinen wie bei allen anderen betroffenen Zehen – ein Gang zum Arzt.

Die Halswirbelverstauchung

Bei einem Auffahrunfall wird der Kopf ruckartig nach vorn geschleudert (Schleudertrauma). Dabei können, wie in allen anderen Gelenken, auch in der Halswirbelsäule Bänder und Muskeln in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Fachsprache wird dies HWS-Distorsion genannt. Sie kann von leichten Nackenschmerzen bis hin zu einer Zwangshaltung mit starken Kopf- und Armschmerzen reichen. Diese Verletzung sollte in jedem Fall von einem Facharzt begutachtet und falls nötig therapiert werden.

Verstauchung: Ursachen, Vorbeugung und Risikofaktoren

Wer aktiv ist, geht auch das Risiko ein, sich zu verletzen. Aber deshalb sollte niemand auf rasante Sportarten oder eine Klettertour verzichten müssen. Das A und O zur Vorbeugung von Verstauchungen ist die richtige Kleidung. Insbesondere das richtige Schuhwerk ist sowohl beim Sport als auch bei einem gemütlichen Waldspaziergang unverzichtbar. Denn die richtigen Schuhe sorgen für einen sicheren Tritt und stabilisieren ggf., je nach Modell, das Fußgelenk. Wer so einen Sturz verhindert, schützt nicht nur die Fußknöchel. Auch andere Gelenke, die den Aufprall abfangen würden, werden vor einer Distorsion bewahrt. Besondere Vorsicht ist bei Vorerkrankungen geboten. Schneller von einer Distorsion betroffen sein können Menschen mit:

  • Schwachen Bändern
  • Hohlfüßen
  • Verlängerten Muskelreaktionszeiten
  • Muskelschwäche
  • Vorheriger Gelenkverletzungen

In diesem Fall kann eine Bandage helfen, was aber vorsichtshalber mit einem Experten besprochen werden sollte.

Verstauchung: Symptome und Anzeichen

Die deutlichsten Symptome für eine Verstauchung sind:

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Bluterguss
  • Einschränkung der Beweglichkeit

Bei einer leichten Verstauchung kann das betroffene Gelenk unter Umständen noch belastet werden. Ist das nicht mehr möglich, handelt es sich vermutlich um eine schwere Distorsion, ggf. mit Bänderriss. In jedem Fall sollte aber ein Arzt aufgesucht werden, um Folgeschäden zu verhindern. Bis Sie diesen erreichen, hilft das Emcur® Akut Spray mit Arnika und CBD dabei, die Beschwerden zu lindern und die Schwellung zu verringern.

Verstauchung: Untersuchungen und Diagnose

Wenn Sie bei sich die oben genannten Symptome feststellen, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, um welche Art von Distorsion es sich handelt (leicht oder schwer) und welche Therapie nötig ist, um Folgeschäden vorzubeugen. Außerdem kann ein Facharzt mit einer Röntgenaufnahme ausschließen, dass es sich um eine schwerwiegende Verletzung, wie einen Bänderriss oder Knochenbruch handelt.

Sofortmaßnahmen bei Verstauchungen – die PECH-Regel

Wenn Sie vermuten, sich eine Verstauchung zugezogen zu haben, sollten Sie so bald wie möglich einen Arzt aufsuchen. Bis dahin können Sie erste Maßnahmen ergreifen: Arnika und CBD haben eine schmerzlindernde und abschwellende Wirkung. Sie sind ideal zur Erstbehandlung von Verstauchungen. Befolgen Sie außerdem die PECH-Regel:

  • Pause: Sie sollten ein verstauchtes Gelenk nicht mehr zusätzlich belasten. Stellen Sie Ihre körperlichen Aktivitäten ein und halten Sie das betroffene Gelenk ruhig.
  • Eis: Durch Kühlen des Gelenks mit Eis oder kaltem Wasser können Schmerzen gelindert und ein weiteres Anschwellen verhindert werden. Achten Sie darauf, das Eis nicht direkt auf die Haut zu legen, um Erfrierungen zu vermeiden. Wickeln Sie es dazu in ein Tuch ein.
  • Compression: Ein einfacher Kompressionsverband mit einer elastischen Binde verhindert, dass das verstauchte Gelenk weiter anschwillt. Achtung! Den Verband nicht zu fest wickeln, sonst wird die Blutzufuhr abgeschnürt.
  • Hochlagern: Durch die Hochlagerung des Gelenks werden die Schwellung sowie auch der Bluterguss eingedämmt. Der Fuß kann zum Beispiel einfach auf einen Stuhl oder eine Bank gelegt werden. Bei einem verstauchten Handgelenk kann eine andere Person behilflich sein und das Gelenk schonend anheben.

Neben diesen Maßnahmen ist der Quarkwickel ein bewährtes Hausmittel bei Verstauchungen. Er wirkt natürlich kühlend und abschwellend und zudem entzündungshemmend. Dazu am besten Quark auf ein altes Tuch auftragen und um das betroffene Gelenk wickeln.

Häufige Fragen

Eine Verstauchung ist eine Verdrehung oder Überdehnung eines Gelenks, bei der Bandapparat, Muskeln, Sehnen oder Gelenkkapsel beschädigt werden. Dies wird meist durch einen plötzlichen Schlag oder Aufprall ausgelöst.

Verstauchungen werden durch eine plötzliche Überdehnung oder Zerrung des Gelenks verursacht. Dies geschieht meistens beim Sport oder im Alltag durch Umknicken oder Stürzen.

Verstauchungen können grundsätzlich an allen Gelenken auftreten. Am häufigsten betroffen sind Fuß (Sprunggelenk), Handgelenk, Finger, Zehen, Knie und Halswirbelsäule.

Bei einer Verstauchung wird das Gelenk für einen kurzen Moment aus seiner üblichen Position gezogen. Dabei werden Gelenkteile überdehnt, verdreht oder können reißen. Dies löst Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse sowie einen eingeschränkten Bewegungsspielraum aus.

Eine Verstauchung zu kühlen, ist aus zwei Gründen ratsam: Es lindert Schmerzen und wirkt abschwellend. Aber Achtung! Kein pures Eis auf die Haut legen. Es sollte in ein Handtuch gewickelt werden, um Erfrierungen zu verhindern.

Um Verstauchungen vorzubeugen, sollte vor allem auf das richtige Schuhwerk geachtet werden. Beim Sport und im Alltag ist so ein sicherer Tritt gewährleistet und Umknicken oder Stürzen ist weniger wahrscheinlich.

Eine der wichtigsten Sofortmaßnahmen bei einer Verstauchung ist, das betroffene Gelenk zu kühlen. Dadurch kann die Schwellung gehemmt oder verringert und außerdem der Schmerz gelindert werden. Wärme regt den Blutfluss an, was ggf. eine gegenteilige Wirkung haben kann. Erst nach der Akutphase (2 bis 5 Tage) kann Wärme angewendet werden, da die gesteigerte Durchblutung den Abtransport von Hämatomen etc. fördert.

Bei Verdacht auf eine Verstauchung sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann schwerwiegendere Verletzungen ausschließen und die geeignete Therapie finden. Erste Maßnahmen können die Anwendung des Emcur® Akut Sprays mit Arnika und CBD sein sowie das Befolgen der PECH-Regel.

Bei einer Verstauchung kann eine kühlende, abschwellende und schmerzlindernde Salbe aufgetragen werden, die beispielsweise Arnika enthält. Zur Unterstützung bei leichteren Sportverletzungen empfehlen wir Ihnen unser Emcur® Akut Spray mit Arnika.

Sind die Beschwerden bei einer Verstauchung sehr stark, helfen entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen (hierbei immer die Packungsbeilage beachten oder einen Arzt oder Apotheker fragen). Stärkere Medikation sollte immer mit einem Mediziner abgesprochen werden. Sollte nach wenigen Tagen keine Besserung eintreten, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.

Spezialisierte Fachärzte für Verletzungen wie eine Verstauchung sind Orthopäden oder Sportmediziner. Für eine erste Absicherung können Sie aber auch Ihren Hausarzt aufsuchen, der Sie, wenn nötig, an einen Spezialisten überweist.

Es ist ratsam, bei Verdacht auf eine Verstauchung schnellstmöglich zum Arzt zu gehen. Dadurch können Folgeschäden verhindert werden und der Spezialist kann passende Medikamente und Therapien finden.

Die Dauer der Heilung kommt auf die Schwere der Verletzung an. Eine leichte Verstauchung ist in der Regel nach 1 bis 2 Wochen abgeklungen. Schwere Verstauchungen können auch 6 bis 12 Wochen andauern. Bevor Sie wieder aktiv Sport treiben, sollten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

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Durch die Bereitstellung dieser Informationen diagnostizieren, behandeln, heilen, lindern oder verhindern wir keinerlei Krankheiten. Es ist ratsam, sich vor Beginn einer Behandlung von einer medizinischen Fachperson beraten zu lassen.