Eine Frau in sportlicher Kleidung sitzt auf einer Parkbank und fasst sich schmerzvoll an ihr Knie.

Entzündung: die Immunantwort im Überblick

Mit einer Entzündung antwortet der Körper auf unterschiedliche Reize. Das Ziel der Immunreaktion ist es, Gefahren einzugrenzen und abzuwehren. Klassische Zeichen sind Überwärmung, Schwellung, Rötung, Schmerz und eine eingeschränkte Funktion der betroffenen Körperregion. Eine Entzündung, auch Inflammation genannt, ist also ein Prozess, der bei Erregern, Fremdkörpern in der Haut oder auch auf Druck und Hitze angestoßen wird. Grundsätzlich gilt, dass jede Reaktion des Körpers auf schädliche Reize als Entzündung gilt. Eine Besonderheit ist die Reaktion auf Bakterien und Viren, denn hier wird von einer Infektion gesprochen. Im Folgenden fassen wir für Sie zusammen, wie Entzündungen unterschieden oder klassifiziert werden.

  • Spezifisch: typische Entzündung
  • Unspezifische: untypische Entzündung

Unterschieden wird auch nach dem zeitlichen Verlauf:

  • Akut: Hier handelt es sich um eine plötzlich eintretende Entzündung
  • Subakut: Eine sich mäßig schnell entwickelnde Entzündung zwischen akut und chronisch
  • Perakut: Plötzliche und sehr schwere Entzündung
  • Chronisch: Eine dauerhaft auftretende Entzündung
  • Primär-chronisch: Eine langsam ablaufende Entzündung
  • Sekundär-chronisch: Entzündungen, die nicht ausheilen oder wiederkommen
  • Rezidivierend: Die Entzündungen treten wiederholt auf und kommen immer wieder

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Ausdehnung der Entzündung:

  • Lokal: Nur auf eine Stelle beschränkt
  • Generalisiert: Hier ist meist der gesamte Körper betroffen
  • Metastatisch: Betrifft auch den ganzen Körper, ursächlich sind jedoch bösartige Zellen

Entzündungen: Ursachen & Risikofaktoren

Die Ursachen für Entzündungsreaktionen sind zahlreich. Sie können vom Insektenstich über Sportverletzungen bis hin zu Multipler Sklerose und Rheumatoider Arthritis reichen. Weitere Ursachen sind:

  • Verletzungen wie Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen
  • Fremdkörper, die in Haut oder Körper eindringen, z.B. ein Splitter
  • Bakterien, Viren und Pilze
  • Gifte
  • Allergene in Nahrungsmitteln und Tierhaaren
  • Autoallergene bei rheumatischen Krankheiten oder Autoimmunkrankheiten
  • Körpereigene Substanzen, z.B. Harnsäurekristalle

Symptome einer Entzündung

Es gibt fünf klassische Symptome, die typisch sind:

  • Rötung des betroffenen Areals, z.B. der Haut
  • Wärmeentwicklung
  • Schwellung des Gewebes
  • Schmerzen
  • Eingeschränkte Funktion des betroffenen Körperareals

Es müssen nicht zwangsläufig alle fünf Symptome gleichzeitig auftauchen. Weiter können auch nächtliches Schwitzen, eine ständige Abgeschlagenheit und Fieber auf eine Entzündungsreaktion im Körper hindeuten.

Entzündungen: Untersuchungen und Diagnose

Wie bei allen Beschwerden erfolgt eine erste Einschätzung anhand einer ärztlichen Anamnese. Vorerkrankungen, Beschwerden, Krankheitsgefühl und Symptome können erste Anzeichen auf eine Entzündung geben. Mehr Klarheit bringt eine Blutuntersuchung. Die Blutsenkung, auch Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (kurz: BSG) genannt, gibt an, wie schnell die roten Blutkörperchen einer Blutprobe innerhalb einer Stunde in einem speziellen Röhrchen absinken. Der BSG-Wert dient vor allem als erster und schnellster labormedizinischer Hinweis auf Entzündungen im Körper. Bei Entzündungsreaktionen ist zudem die Konzentration der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) erhöht. Zudem verändern sich Proteine und andere Stoffe, so dass auch andere Blutwerte deutliche Hinweise auf eine Entzündung geben. Weitere diagnostische Methoden sind Temperaturmessung, Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen. Wenn es darum geht, wann man bei Entzündungen zum Arzt geht und welcher die erste Wahl ist, gilt: Grundsätzlich sollte bei einem Verdacht ein Arzt aufgesucht werden. Hier ist der Hausarzt meist die erste Anlaufstelle, der mit der oben beschriebenen Diagnostik eine Überweisung oder weitere Maßnahmen einleiten kann. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund einer Blutvergiftung, zu der es bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kommen kann.

Wie werden Entzündungen behandelt?

Abhängig von der Ursache und Art der Krankheit kann die Behandlung unterschiedlich ausfallen. Welche Tabletten, welche Salbe, Creme oder welche Schmerzmittel gegen Entzündungen gegeben werden, sollte daher immer ein Arzt beurteilen. Zu den Medikamenten, die zum Einsatz kommen, gehören:

  • Antibiotika
  • Cortison
  • Ibuprofen oder Aspirin
  • Salben oder Cremes mit Ibuprofen oder auch Arnika

Hausmittel gegen Entzündungen

Ist die Entzündung erst einmal da, sollte in Absprache mit dem Arzt auf die verordneten Medikamente zurückgegriffen werden. Es gibt aber auch viele Lebensmittel, die sich aufgrund ihrer Inhaltsstoffe lindernd auswirken können. Dazu gehören unter anderem:

  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Cranberry-Saft
  • Gemüse
  • Zuckerarmes Obst
  • Fisch
  • Olivenöl
  • Granatäpfel
  • Tomaten

Homöopathie bei Entzündungen

Es ist höchst umstritten, ob Homöopathie eine nennenswerte Wirkung erzielt. Aber natürlich gibt es auch hier Präparate und Anwendungen, die eine entzündungslindernde oder entzündungshemmende Wirkung haben sollen. Hier sind meist sogenannte Globuli (also Kügelchen) oder Tabletten im Einsatz. Diese werden aus homöopathischen Wirkstoffen auf einer Zuckerbasis durch Potenzierung, also das schrittweise Verdünnen und anschließende Verschütteln per Hand hergestellt. Vor der Einnahme sollten Sie aber mit Ihrem Arzt sprechen und sich bei ernsten Entzündungserkrankungen auf keinen Fall ausschließlich auf die Alternativmedizin verlassen.

Akupunktur bei Entzündungen

Akupunktur kommt aus der traditionellen chinesischen Medizin. Dabei werden feine Nadeln in sogenannte Akupunkturpunkte gesetzt. Damit soll der Qi-Fluss verlangsamt oder beschleunigt werden. Qi steht dabei für die Lebensenergie, die den Körper in verschiedenen Bahnen durchströmen soll. Teilweise wird die Akupunktur auch als ergänzende Maßnahme bei der Behandlung von Entzündungen eingesetzt.

CBD bei Entzündungen

CBD steht für Cannabidiol. Es wird entweder synthetisch oder aus der Hanfpflanze gewonnen. Wie THC zählt es zu den Cannabinoiden, wirkt jedoch nicht berauschend. In jüngster Zeit kommen mehr und mehr CBD-Produkte auf den Markt. Obwohl hinsichtlich der Wirksamkeit noch geforscht wird, werden dem CBD zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte zugeschrieben. Erhältlich sind Cremes, Salben, Öle, die das Wohlbefinden bei Entzündungen steigern sollen. CBD soll aufgrund seiner antientzündlichen, schmerzlindernden und immunsuppressiven Potenziale auch wie ein natürliches Antirheumatikum wirken. Daher ist CBD für Rheuma- und Arthrose-Patienten von besonderem Interesse. Diese positiven Eigenschaften haben auch wir genutzt, um unsere Mobil-Creme-Kombination aus Weihrauch und CBD zu entwickeln, die wohltuend bei entzündlichen, rheumatischen Gelenkschmerzen wirkt.

Wie kann ich vorbeugen?

Generell gilt, dass ein gesunder Lebenswandel Entzündungsreaktionen vorbeugt. Hier gilt es, auf antioxidative Lebensmittel zu achten. Vitamin C, Flavonoide oder Carotinoide sollen gegen freie Radikale wirken, die langfristig wiederum Entzündungen begünstigen. Eine gesunde Ernährung trägt zudem zur Vermeidung von Übergewicht bei. Auch das wirkt sich präventiv aus, denn das körpereigene Bauchfett produziert entzündungsfördernde Hormone. Womit wir bei der Frage wären: Was fördert Entzündungen im Körper? Kontraproduktiv ist eine einseitige Ernährung mit viel Fett, Zucker oder Fertigprodukten. Auch Produkte auf Basis von Weizen, viel Fleisch (hier vor allem Schwein), Rauchen und Alkohol sind Entzündungsprozessen zuträglich. Der Verzicht auf diese Produkte und eine bewusste Ernährung helfen also dabei, Entzündungen einzudämmen. Empfehlenswerte Lebensmittel sind:

  • Gemüse, Rohkost und Salat
  • Fisch mit Omega-3 Fettsäuren (Wildlachs, Sardinen, Makrelen)
  • Ingwer, Chili und Kurkuma
  • Probiotische Lebensmittel
  • Kokosnuss-Öl
  • Rote Bete
  • Brokkoli, Weißkohl, Blumenkohl oder Rosenkohl
  • Spinat und Pak Choi

Entzündungen bei älteren Menschen

Alterskrankheiten wie Alzheimer, Arthritis, Herzleiden und Krebs stehen oft mit Entzündungsherden in Verbindung. Forscher machen das vermehrte Auftreten von Fresszellen und einer erhöhten Anzahl von Entzündungsbotenstoffen dafür verantwortlich. Monozyten als Vorläufer von Makrophagen spielen hierbei wohl eine entscheidende Rolle. Die Fresszellen haben eine wichtige Funktion bei der Immunreaktion. Studien legen nahe, dass im Alter mit steigenden Werten an entzündungsfördernden Stoffen vermehrt unreife Monozyten produziert werden, die für eine weitere Erhöhung der Werte sorgen. Zudem altert und verändert sich das Immunsystem.

Der Krankheitsverlauf

Da es so viele unterschiedliche Entzündungen gibt, lässt sich keine abschließende Aussage über den Krankheitsverlauf treffen. Wie lange die Heilung einer Entzündung dauert, ist somit individuell zu beantworten. Es kommt beispielsweise darauf an, ob es sich um eine akute Entzündung oder eine chronische Entzündung handelt. Eine akute Entzündung heilt bei entsprechender Behandlung in der Regel innerhalb weniger Wochen ab. Chronische Entzündungen oder Entzündungen, die aufgrund von Autoimmunerkrankungen entstehen, sind wesentlich komplizierter zu behandeln. Hier wird das eigene Immunsystem zum Gegner, denn es wird nicht mehr zwischen eigenen Zellen und Fremdstoffen unterschieden. Die Abwehrzellen gehen dann in eine Überreaktion, sodass es zu permanenten Erkrankungen und Entzündungsreaktionen kommt.

Häufige Fragen

Eine Entzündung ist eine körpereigene Abwehrreaktion auf schädliche Reize, Fremdkörper oder Krankheitserreger. Meist kommt es dabei zu Rötungen, Schmerzen, Wärmeentwicklung, Schwellungen und einer eingeschränkten Funktion betroffener Partien.

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für Entzündungen. Das können Viren oder Bakterien sein, Verletzungen, Wunden, Splitter, Gewebereizungen, Allergene, Insektenstiche, Autoimmunerkrankungen und mehr.

Prinzipiell am und im ganzen Körper. Allerdings unterscheidet man zwischen lokalen Entzündungen, bei denen nur eine Körperregion betroffen ist und generalisierten, bei denen der ganze Körper betroffen ist.

Hormone im Gewebe sorgen bei einer Entzündung für eine Reizung der Nerven und Schmerzsignale. Damit sendet der Körper die Botschaft, dass die betroffene Körperpartie geschont werden soll.

Je nach Art der Entzündung kann in Absprache mit dem Arzt gekühlt werden. Kälte verringert das Schmerzempfinden und verengt die Blutgefäße, sodass Schwellungen reduziert werden.

Das kommt auf die Entzündung an. Prinzipiell empfiehlt sich bei Verdacht auf eine Entzündung der Besuch beim Arzt. Akute Entzündungen werden meist mit Medikamenten behandelt und heilen normalerweise nach wenigen Wochen ab. Chronische oder schwerere Entzündungen müssen dagegen anders behandelt werden. Die genaue Medikation bestimmt hier der behandelnde Arzt.

Es gibt die Faustregel, dass Kälte bei akuten Beschwerden hilft, Wärme eher bei chronischen Krankheiten. Bei einer akuten stumpfen Verletzung hilft Kälte in den ersten Tagen, wenn die Gefäße enggestellt werden müssen. Nach 2 bis 5 Tagen kommt dann Wärme zum Einsatz, um den Debris „wegzuräumen“. Dann verschwinden beispielsweise das Hämatom und die Schwellung. Ob Sie kühlen oder besser mit Wärme behandeln, sollten Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen.

Bei Entzündungen sollten nach Absprache mit dem Arzt Medikamente und die Schonung der betroffenen Stelle in Erwägung gezogen werden. Eine Entzündung ist darüber hinaus vollständig auszukurieren.

Wenn Cremes bei lokalen Entzündungen eingesetzt werden, handelt es sich meist um kortisonhaltige Präparate oder Cremes mit schmerzstillender und entzündungshemmender Wirkung. Letztlich kommt es aber immer auf die entzündete Stelle und die Art der Entzündung an. Zur Pflege bei entzündlichen, rheumatischen Gelenkschmerzen hilft die Emcur® Mobil Creme mit Weihrauch und CBD.

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