Schnupfen

Wenn die Nase pausenlos läuft

Woher eine akute Rhinitis kommt und was dagegen hilft

Die Nase kribbelt, ist verstopft oder läuft ununterbrochen – ein Schnupfen, in der Fachsprache auch Rhinitis genannt, ist ein unangenehmer Gast. Bei einem Schnupfen entzündet sich die Nasenschleimhaut. In der Folge schwillt sie an, sondert ein wässriges oder eitriges Sekret ab. 

In den häufigsten Fällen handelt es sich bei einem Schnupfen um die Begleiterscheinung einer Erkältung. Aber auch Allergien können die Ursache der Entzündung sein. Klingt der Schnupfen nicht richtig ab, kann er zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen führen. 

Ursachen eines Schnupfens

Schnupfen ist im Regelfall ein akutes Symptom eines grippalen Infekts oder wird durch eine Allergie ausgelöst. Den akuten Schnupfen erkennt man daran, dass er gleichzeitig mit anderen Symptomen einer typischen Erkältung auftritt, beispielsweise Halsschmerzen, Husten und Abgeschlagenheit. In Herbst und Winter schlägt er vermehrt zu, aber auch im Frühjahr und Sommer ist eine Erkältung mit Schnupfen möglich. Die Infektion entsteht durch Erkältungsviren, die sich über Tröpfchen-Infektion, zum Beispiel beim Husten oder Niesen, oder über die sogenannte Schmierinfektion – zum Beispiel beim Händeschütteln – verbreiten können. Beim Einatmen oder über die Hand gelangen die Viren in die Atemwege.

Wenn Bäume und Gräser blühen und Pollen fliegen, leiden auch Allergiepatienten wieder vermehrt unter Schnupfen. Meist beginnen die Beschwerden am Ende des Winters oder mit Frühlingsbeginn. Bei einem allergischen Schnupfen (allergische Rhinitis) handelt es sich um eine entzündliche Abwehrreaktion gegenüber eingeatmeten Stoffen. Heuschnupfen äußert sich meist neben einer ständig laufenden und juckenden Nase durch gerötete und tränende Augen.

Vasomotorische Rhinitis

Ist ein Schnupfen chronisch und lässt sich weder auf eine Erkältung noch auf eine Allergie zurückführen, kann eine vasomotorische Rhinitis dahinter stecken. Die Diagnose dieser Schnupfenerkrankung wird meist nach dem Ausschlussprinzip gestellt. Wenn der Patient nicht unter einer Erkältung leidet und auch kein Allergietest anschlägt, hat der behandelnde Arzt bereits einen guten Ausgangspunkt zur Diagnose.

Wie dieser Schnupfen entsteht, ist noch nicht bekannt. Vieles spricht jedoch dafür, dass die Nasenschleimhaut überempfindlich auf bestimmte Reize reagiert. Dazu zählen:

  • Extrem kalte, trockene oder stickige Luft
  • Temperaturschwankungen, Druckschwankungen
  • Strenge Gerüche, sehr scharfe/heiße Gerichte
  • Extrem kalte oder heiße Getränke
  • Stress, Müdigkeit, Erschöpfung

Symptome und Verlauf von Schnupfen

An einem Brennen oder einem Jucken erkennen Betroffene eines Schnupfens die Atemwegserkrankung meist zuerst. Die Infektion lässt dann die Nasenschleimhäute anschwellen und fördert die Sekretbildung: Die Nase beginnt zu laufen. Anfänglich ist das Sekret klar und wässrig (Fließschnupfen). Im späteren Verlauf der Krankheit wird der Ausfluss gelblich-grünlich und zähflüssiger.

Neben einer laufenden oder verstopften Nase können die folgenden unangenehmen Begleitbeschwerden bei Schnupfen-Patienten auftreten:

  • Gerötete und tränende Augen 
  • Eingeschränkter Geruchs- und Geschmackssinn
  • Reizhusten
  • Sowie weitere typische Erkältungsbeschwerden

Üblicherweise verläuft ein Schnupfen harmlos und klingt nach etwa einer Woche wieder ab, ohne dass ein Arztbesuch notwendig ist.

Diagnose und Behandlung einer Rhinitis

Die Therapie eines Schnupfens hängt mit seiner Ursache zusammen. Ein akuter Schnupfen, der das Symptom einer Erkältung ist, vergeht in der Regel von allein. Um ihn erträglicher zu machen und die Genesung zu unterstützen, sollten Betroffene sich schonen und Symptome durch Nasensprays und Nasenduschen lindern.

Gibt es Hinweise auf eine echte Grippe oder eine schlimmere Ausprägung, sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Solche Hinweise können sein: 

  • Wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten
  • Wenn der Ausfluss grünlich oder blutig aussieht
  • Wenn Fieber oder Kopf- und Gesichtsschmerzen eintreten
  • Bei Atembeschwerden

Chronischer Schnupfen

Die Symptome einer akuten Rhinitis bleiben nicht länger als ein bis zwei Wochen. Von Dauerschnupfen oder einer chronischen Rhinitis ist hingegen die Rede, wenn die Nasenschleimhaut anhaltend gereizt und entzündet ist und die Schnupfen-Symptome mehrere Wochen und Monate anhalten. 

Mögliche Ursachen einer chronischen Rhinitis im Überblick:

  • Starke Umweltreize (Staub, Giftstoffe, …)
  • Trockene Raumluft
  • Häufig wiederkehrende Erkältungskrankheiten
  • Eine krumme Nasenscheidewand
  • Bestimmte Medikamente, etwa die Antibaby-Pille, abschwellende Nasensprays, Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure
  • Stress und Überanstrengung
  • Allergien

Wenn Schnupfen zu Sinusitis führt

Wenn die Infektion, die zu einem Schnupfen geführt hat, sich ausweitet, droht eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Das kann passieren, wenn Sekret die sogenannten Ostien verstopft. Dabei handelt es sich um kleine Öffnungen, die die Nasenhaupthöhlen mit den Nasennebenhöhlen verbinden. Ist die Belüftung der Nasennebenhöhlen eingeschränkt, können Erreger sich einfacher vermehren. Das begünstigt die Schleimhautentzündung in den Nasennebenhöhlen.

Erkältung

In den meisten Fällen ist ein grippaler Infekt für einen Schnupfen verantwortlich. Wie die Erkältung klingt auch die Rhinitis in diesem Fall von allein wieder ab. Hausmittel und Medizinprodukte können die Beschwerden jedoch lindern.

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Allergie

Wenn unser Körper Stoffe abwehrt, die eigentlich harmlos sind, besteht eine Allergie. Unzählige Menschen leiden daran – und Jahr für Jahr unter den Beschwerden wie einer laufenden Nase. Die Auslöser von Allergien sind dabei vielfältig.

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