Erkältung: Was hilft jetzt?

Was Sie bei einem grippalen Infekt für sich tun können

Eine Erkältung klingt von allein wieder ab

Eine Erkältung klingt üblicherweise ab, ohne dass sie mit Medikamenten behandelt werden muss. Das körpereigene Immunsystem bekämpft die Erreger und der Körper heilt sich selbst. Dazu braucht er, sofern keine zusätzliche Erkrankung wie eine Nasennebenhöhlenentzündung hinzukommt, keine Unterstützung durch Medikamente, sondern vor allem etwas Zeit: Drei bis sieben Tage nach dem Ausbruch der Beschwerden nehmen sie langsam wieder ab. Spätestens nach zwei Wochen ist der grippale Infekt vollständig ausgeheilt.

Wie Symptome gelindert werden können

Bereits leichtere Symptome können Geist wie Körper belasten. Deshalb kann es gut tun, sich selbst Linderung zu verschaffen. Denn unnötig leiden muss niemand. Dazu gibt es drei Bausteine.

  • Rezeptfreie Mittel gegen die Symptome der Erkältung
  • Selbsthilfe durch Verhaltensweisen, die den Körper schonen
  • Hausmittel gegen die Erkältungssymptome

Rezeptfreie Mittel gegen die Symptome

Es gibt rezeptfreie Mittel aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke, die zur Linderung vieler Erkältungssymptome beitragen können. Sie setzen beispielsweise gezielt an einem Erkältungssymptom an oder kombinieren Wirkstoffe miteinander.

Kombipräparate vermeiden

Die Auswahl an Erkältungsmitteln ist riesig, da kann die Entscheidung schon mal schwer fallen. Was also beachten? Kombinationspräparate stehen in der Kritik, weil sie verschiedene Wirkstoffe enthalten, die – je nach Ausprägung einer Erkältung – gar nicht in jedem Fall alle notwendig sind. Der Hintergrund der Kritik: Art und Dauer von Beschwerden sind von Patient zu Patient individuell unterschiedlich und sollten daher auch individuell behandelt werden.

Symptome lieber gezielt behandeln

Besser ist es also, die unangenehmen Symptome wie Kopfschmerzen, Husten oder Schnupfen gezielt zu behandeln. Vor allem Schnupfen und eine verstopfte Nase lassen sich hervorragend mit rezeptfreien Mitteln angehen, die symptomspezifisch wirken. Aber auch gegen Halsschmerzen können Erkrankte etwas tun.

Ein klassisches Merkmal einer Erkältung ist die verschleimte und verstopfte Nase. Sie bleibt unter Umständen noch Tage nach Abklingen der anderen Symptome bestehen. Ein Nasenspray befeuchtet die Nasenschleimhaut und kann dadurch reinigend und befreiend wirken. Außerdem wird die Nasenatmung erleichtert. Während bei einigen chemisch abschwellenden Nasensprays die Gefahr einer Gewöhnung besteht, können Sprays auf Mineralsalzbasis, wie das Emsan® Nasenspray, auch über einen längeren Zeitraum verwendet werden.

Eine Nasenspülung reinigt die Nase und spült dabei Schleim und Erreger raus. Dadurch wird die Nase befreit, die Nasenatmung erleichtert und die Schleimhäute befeuchtet. Am einfachsten ist eine Nasenspülung mit einem aufeinander abgestimmten System wie der Emsan® Nasendusche und dem Emsan® Nasenspülsalz multimineral. So erhält die Spüllösung stets die optimale Zusammensetzung.

Wenn die Nase vom häufigen Naseputzen gereizt ist, kann eine Salbe sich schützend auf die wunden Stellen legen. Der Nasenbalsam unterstützt mit seinen Mineralstoffen die Regeneration der Schleimhäute.

Halstabletten wie die Bad Emser Pastillen® unterstützen die Speichelbildung und befeuchten so den Mund- und Rachenraum. Das löst aktiv zähe Beläge und bietet natürliche Hilfe bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Hustenreiz.

Welches Medikament gegen den Husten hilft, hängt davon ab, ob der Husten trocken ist oder mit Auswurf. Bei trockenem Husten (auch Reizhusten), der typischerweise zu Beginn und am Ende der Erkältung auftritt, kann sich ein Hustenstiller empfehlen, der den Hustenreiz unterdrückt. Sobald der Husten sich verändert und produktiv wird, also Auswurf dazukommt, sind Hustenlöser die richtige Wahl. Sie erleichtern das Abhusten des Schleims.

Antibiotika helfen nicht bei der Heilung

Antibiotika wird ein Arzt bei einer einfachen, komplikationslosen Erkältung nicht verschreiben. Medikamente sind oftmals nicht notwendig, da der Körper alles hat, um sich selbst zu helfen. Darüber hinaus bekämpfen Antibiotika lediglich Bakterien und keine Viren. Erkältungsviren sind jedoch die Auslöser eines grippalen Infekts. Bei einer einfachen Erkältung sind Antibiotika also machtlos.

Selbsthilfe bei einer Erkältung

Bei einem grippalen Infekt ist immer auch Eigeninitiative gefragt. Wer sich schont und ein paar Tipps beachtet, schafft die besten Voraussetzungen, um schnell wieder fit zu werden. Deshalb gilt – nicht nur während der Krankheit, sondern zum Teil auch zur Vorbeugung während Herbst und Winter:

  • Betroffene sollten sich körperlich schonen, denn Ruhe fördert den Heilungsprozess. Dazu gehört auch, sich krankzumelden und ausreichend zu schlafen.
  • Durch die Erkältung verliert der Körper mehr Flüssigkeit als üblich, was den Flüssigkeitsbedarf erhöht. Um diesen Verlust auszugleichen, ist es wichtig, ausreichend zu trinken – am besten Wasser und ungesüßte Kräutertees. Auch Erkältungstees, zum Beispiel Lindenblütentee, sind geeignet.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung stärkt die Abwehrkräfte. Wer krank ist, sollte darauf achten, dass er den Bedarf an allen Nährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett), Vitaminen und Mineralstoffen deckt.
  • Die Schlaf- und Wohnräume sollten regelmäßig gelüftet werden. Dabei wird die alte Luft im Raum durch neue, frische ausgetauscht.
  • Die Luft in Innenräumen sollte nicht zu trocken sein. Auch hier hilft Lüften. Zudem können Luftbefeuchter oder Grünpflanzen aufgestellt werden.
  • Auch auf Alkohol und Nikotin sollte während einer Erkältung verzichtet werden, da beides Hals und Rachen zusätzlich reizt.
  • Um andere nicht anzustecken, sollten Erkrankte Rücksicht nehmen, möglichst nicht arbeiten gehen und sich regelmäßig die Hände waschen.
  • Taschentücher nur einmal benutzen und nicht im Papierkorb, sondern einem verschlossenen Mülleimer entsorgen.

Hausmittel gegen Schnupfen und Co.

Auch einige Hausmittel haben sich bei einer Erkältung bewährt. Sie können das Wohlbefinden steigern und Beschwerden lindern.

Durch die Inhalation von Wasserdampf mit Zusätzen können eine verstopfte Nase und entzündete Nebenhöhlen schonend befeuchtet und befreit werden. Inhalationen können entweder mit einem Inhalationsgerät (Vernebler) und gebrauchsfertiger Salzlösung durchgeführt werden oder als Kopfdampfbad mit ätherischen Ölen. Geben Sie hierfür geeignete Zusätze mit ätherischen Ölen in eine Schüssel mit kochend heißem Wasser und lassen die Flüssigkeit auf etwa 50 Grad abkühlen. Legen Sie sich ein Handtuch über den Kopf und atmen Sie den aufsteigenden Dampf tief und gleichmäßig durch Mund und Nase ein. Inhalieren Sie zwei- bis dreimal täglich etwa fünf bis zehn Minuten (ggf. die Packungsbeilage beachten). Auch eine Inhalation mit Zusätzen, beispielsweise Eukalyptus, Fichte oder verschiedene Kräuter (z.B. Kamille, Salbei, Heublumen), ist möglich.

Schon Oma wusste, dass Hühnersuppe bei einer Erkältung gut tut. Sie kann dazu führen, dass die Schleimhäute abschwellen und soll bestimmte weiße Blutkörperchen hemmen. Diese wirken entscheidend an den erkältungsbedingten Entzündungen im Körper mit. Noch ein positiver Nebeneffekt: Die Suppe spendet dem Körper Wärme und Flüssigkeit und ist reich an Nährstoffen wie Zink und Eisen. Das kann die Immunabwehr unterstützen.

Bei einer Virusinfektion ist es nicht unüblich, dass die Körpertemperatur steigt. Das ist eine natürliche Reaktion des Körpers und kein Anlass zur Sorge. Wer dennoch sein Fieber senken möchte, kann dies mit kalten Wadenwickeln versuchen. Dazu werden zwei Tücher in kaltes Wasser getaucht, ausgewrungen und danach straff um die Waden gewickelt. Die Füße sollen frei bleiben. Um die feuchten Tücher noch ein dickeres und größeres trockenes Handtuch wickeln. Sobald die Wickel warm werden, nach circa 10 bis 20 Minuten, müssen sie abgenommen werden. Den ganzen Vorgang eventuell wiederholen. Keine Wadenwickel sollten angewendet werde, wenn der Patient fröstelt oder seine Hände und Füße kalt sind. Auch sofort abnehmen, wenn der Kranke die Wickel unangenehm findet. Wer unsicher ist, ob Wadenwickel (z.B. bei Kindern) infrage kommen, wendet sich lieber an einen Arzt.

Wer frei von Fieber ist, kann sich ein wohltuendes Erkältungsbad mit ätherischen Ölen einlassen. Geeignete Badezusätze sind beispielsweise solche auf Basis von Menthol, Fichtennadeln, Eukalyptus oder Kiefernnadeln. Die Wärme des Bades regt die Durchblutung von Haut und Muskeln an und entspannt die glatte Muskulatur. Gleichzeitig befreien die Dämpfe die Atemwege. Bei einer optimalen Temperatur zwischen 32 und 38 Grad können Sie circa 10 bis 20 Minuten in der Wanne liegen bleiben.

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