Husten und Halsschmerzen durch Heizungsluft

Trockene Raumluft schadet Atemwegen und Schleimhäuten

Geringe Luftfeuchtigkeit kann Erkältungen begünstigen

Im Winter verbreiten sich Erkältungen besonders rasant. Das liegt unter anderem an der trockenen Heizungsluft, die in der kalten Jahreszeit in vielen Innenräumen herrscht. Die Wärme in beheizten Räumen mag wohltuend sein, die geringe Luftfeuchtigkeit, die dort entsteht, ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil: Sie greift die empfindlichen Schleimhäute der oberen Atemwege an, die dann mitunter anfälliger für Erkältungsviren sind. Die Folge: Husten, Halsschmerzen, eine trockene oder laufende Nase sowie andere unangenehme Erkältungssymptome treten in der Heizsaison gehäuft auf.

Luftzirkulation vergrößert das Problem

Durch Heizungen entsteht zudem eine ständige Luftzirkulation im Raum. Sie sorgt dafür, dass die Wärme der Heizung sich schnell und ungehindert ausbreiten kann. Das ist auf der einen Seite sinnvoll, verstärkt das Problem aber zusätzlich. Denn die Erreger können sich nun ebenfalls besser im Raum verteilen und die Ansteckungsgefahr erhöht sich.

Geringe Luftfeuchtigkeit lässt Schleimhäute austrocknen

Die trockene Luft überhitzter Innenräume hat aber noch einen weiteren negativen Effekt: Die Schleimhäute der oberen Atemwege, also von Nase und Rachen sowie der Bronchien, trocknen aus. In der Folge können die dort millionenfach sitzenden Flimmerhärchen ihre natürliche Reinigungsfunktion nicht mehr richtig erfüllen und Bakterien und Viren können einfacher in den Körper eindringen und dort eine Infektion auslösen.

Wann und wo ist die Belastung durch trockene Luft am größten?

In den Wintermonaten ist die Luftfeuchtigkeit grundsätzlich geringer – drinnen wie draußen. Belastend ist allerdings vor allem die Luft in beheizten Innenräumen, die selten oder gar nicht gelüftet werden.

Wer ist besonders durch trockene Heizungsluft gefährdet?

Wer einen Großteil seiner Zeit in geschlossenen Räumen verbringt, wie etwa ein Büroangestellter, ist besonders gefährdet, sich durch Heizungsluft eine Erkältung zuzuziehen. Bei Patienten einer chronischen Atemwegserkrankung können sich die Beschwerden durch trockene Raumluft außerdem verstärken.

Wie lässt sich die Feuchtigkeit in der Raumluft erhöhen?

Wer sich beruflich viel in geschlossenen Räumen aufhält, tut gut daran, die Luftfeuchtigkeit im Raum über den Tag zu kontrollieren. Dazu gibt es Luftfeuchtemessgeräte, sogenannte Hygrometer. Grundsätzlich kann man einiges unternehmen, um das Klima in geschlossenen Räumen zu verbessern.

In vielen Wohnungen und Büros ist es zu warm. 22 bis 23 Grad mögen sich angenehm anfühlen, für die Atemwege sind rund 18 Grad aber deutlich gesünder. In Schlafzimmern darf es sogar noch etwas kühler sein: 16 bis 18 Grad Raumtemperatur werden dort empfohlen. Für die Luftfeuchtigkeit gilt: Je weniger die winterliche Luft erwärmt wird, desto mehr Feuchtigkeit enthält auch die Luft. Wer gesund bleiben will, sollte Innenräume im Winter also mit Bedacht heizen und stattdessen einen dickeren Pulli und ein dickes Paar Socken anziehen.

Für einen angenehmen Sauerstoff- und Feuchtigkeitsgehalt der Luft im Raum sollte mehrmals am Tag stoßgelüftet werden – auch im Winter. Dazu fünf bis zehn Minuten alle Fenster öffnen und danach wieder schließen. So kann die verbrauchte Luft weitgehend ausgetauscht werden.

Ein grüner Arbeitsplatz ist ein gesunder Arbeitsplatz. Pflanzen im Büro sind nicht nur schön anzusehen und steigern das Wohlbefinden, sondern erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Bei der Wahl der Pflanzen kann man sich an der folgenden Faustregel orientieren: Pflanzen, die viel Wasser aufnehmen, geben auch viel Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab.

Auch Verdunster und Luftbefeuchter können für feuchtere Raumluft sorgen und so die Schleimhäute entlasten. Alternativen stellen eine Schale mit Wasser oder feuchte Tücher über der Heizung dar. Welches Mittel sie auch immer wählen: Hygiene ist oberstes Gebot, damit das stehende Wasser nicht zu einer Sammelstelle für Keime wird. Luftentfeuchter und Schälchen müssen täglich gereinigt und mit neuem Wasser befüllt werden. Auch feuchte Tücher regelmäßig auswechseln.

Je nach Art und Größe des Raumes können Infrarot-Heizungen eine gute Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen sein. Infrarot-Heizungen erwärmen nicht die Raumluft, sondern arbeiten mit Strahlungswärme. Das heißt: Sie geben Strahlen ab, die Personen und Gegenstände erwärmen. Dadurch zirkuliert die Raumluft deutlich weniger als bei einer klassischen Heizung.

Wie lassen sich die akuten Beschwerden lindern?

Sind die Schleimhäute bereits trocken und gereizt oder Husten und Halsschmerzen haben schon eingesetzt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern.

Bewegung an der frischen Luft

Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft tut den Schleimhäuten gut und kann die Reizung lindern. Am besten ist, einen oder mehrere kurze Spaziergänge fest in den Alltag zu integrieren, zum Beispiel in der Mittagspause oder auf dem Arbeitsweg. Auch Regen sollte Sie nicht abhalten. Nieselwetter ist bei trockenen Schleimhäuten besonders angenehm.

Viel trinken – am besten Wasser und Tee

Tagsüber ausreichend zu trinken, ist gesund und wichtig, weil es dem Flüssigkeitsverlust der Haut und der Schleimhäute vorbeugt. Besonders geeignet ist natürlich Mineralwasser, vor allem im Winter bieten sich außerdem Tees, zum Beispiel Kräutertees, an.

Lutschpastillen gegen die Halsschmerzen

Halstabletten helfen bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Hustenreiz – und im Falle der Emsan® Bad Emser Pastillen® sogar ohne Konservierungsstoffe. So wird die Belastung der Stimme durch trockene Luft verringert.

Nasenspülungen fördern die Funktion der Schleimhäute

Eine Nasenspülung fördert die Funktion der Schleimhäute der Nase bzw. der Flimmerhärchen. Nasenduschen und die dazugehörigen Mineralsalzmischungen können dabei helfen, die Schleimhäute der Nase feucht zu halten, wirken bei trockener Raumluft also vorbeugend. Durch das Spülen werden die Schleimhäute gereinigt und befeuchtet und können sich so beruhigen. Ein starkes Duo bilden die Emsan® Nasendusche und das Emsan® Nasenspülsalz multimineral.

Nasensprays sorgen für eine intensive Befeuchtung

Eine intensive Befeuchtung der Nasenschleimhäute erreicht man auch mit bestimmten Nasensprays. Dabei ist es wichtig, keine Produkte mit chemisch abschwellender Wirkung zu verwenden, da diese die Beschwerden bei längerem Gebrauch noch verschlimmern können. Das Emsan® Nasenspray hingegen kann auch bei häufiger trockener Nase eingesetzt werden, da der Wirkstoff keine Abhängigkeit hervorruft. Es enthält außerdem weder Konservierungsmittel noch chemische Zusätze.

Nasenbalsam gegen trockene, wunde Stellen

Auch eine trockene Nase kann die Folge trockener Heizungsluft sein. Nasenbalsam kann die Nasenschleimhaut auch unterwegs geschmeidig halten. Der Emsan® Nasenbalsam legt sich wie ein Schutzfilm auf die empfindlichen Stellen in der Nase, der die Feuchtigkeitsabgabe reguliert.

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